Vor einem Jahr hätten wir allen, die uns das Maskentragen prophezeit hätten, ins Gesicht gelacht: ins nackte! Masken machen niemandem besondere Freude, aber für Orte mit engen Platzverhältnissen sind sie das kleinere Übel. Lieber leben und bewegen wir uns in einem mit Masken geschützten Umfeld, als gar nicht! Einverstanden? Und ohne Masken schaffen es die kleinen Theater nicht, ohne Sie als Publikum!
Braucht es die Kunst, die Kultur? Ist der Kunstschaffende denn überhaupt solidarisch mit der Gesellschaft? Wenn er vielleicht wenig Steuern, AHV et cetera bezahlt? Ist und wird dies nun offenbar ersichtlich durch die kleinen Coronaunterstützungsbeiträge? Ist dies ein Systemfehler oder gar gewollt?
Ist es also dem System gar nicht wichtig, dass es sie gibt? Wenn ja, warum? Gibt es zu viele Individualisten im heutigen System? Was brauchen wir wirklich zum Leben? Wie viele tausend Einzelschicksale gibt es? Ist es in ganz Europa, der ganzen Welt, nicht etwa gleich?
Einzelfirmen, KMU und eben die Kunst und Kultur werden nun durch oder wegen Corona an die Wand gefahren? Oder gibt es dadurch eine Säuberung? Zufall oder systemimmanent? Will das System diese Art zu leben künftig gar nicht mehr? Will oder kann das System nicht alles unterstützen?
Was, wenn dann bald Kultur nur noch als Wiederholung im TV läuft? Wenn bald die kleinen charmanten Läden geschlossen sind in den Städten der Welt? Was, wenn wir dann bald nur noch online einkaufen und konsumieren?
Fragen über Fragen hat Tanja Baumberger. Nicht zuletzt können wir diese Fragen nur für uns selbst und dann auch nur vielleicht beantworten.
