Kinder und Jugendliche sollen im Kanton Solothurn bestmöglich aufwachsen können. Der Regierungsrat hat hierfür eine Strategie beschlossen. Sie liefert die Grundlage für einen ganzheitlichen Aufbau und eine koordinierte Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik und der frühen Förderung. Damit soll die Zusammenarbeit über Behörden- und Institutionsgrenzen hinweg gestärkt werden.
Im Kanton Solothurn leben rund 73 700 Kinder und Jugendliche von null bis 25 Jahren. Das entspricht gut einem Viertel der gesamten Wohnbevölkerung. Eine ganzheitliche Kinder- und Jugendpolitik zum Schutz, zur Förderung und zur Partizipation junger Menschen in allen Lebensbereichen sei daher wichtig, schreibt die Staatskanzlei in einer Mitteilung an die Medien. Kinder im digitalen Raum müssten geschützt werden, Jugendliche sollen im Rahmen von Verbänden und Vereinen gefördert werden, junge Menschen in politischen Prozessen mitwirken können. In Bezug auf die Chancengleichheit komme zudem der frühen Förderung eine wachsende Bedeutung zu.
Bei der Kinder- und Jugendpolitik handelt es sich um eine Querschnittsaufgabe verschiedener Akteurinnen und Akteure. Dem Regierungsrat ist es ein Anliegen, dass diese optimal und zielgerichtet zusammenarbeiten, ihre Angebote koordinieren und sich mit Akteurinnen und Akteuren der Bildungs-, Gesundheitsoder Integrationspolitik vernetzen. Zu diesem Zweck hat er Ende September die Strategie Kinder- und Jugendpolitik und frühe Förderung verabschiedet und das Departement des Innern mit deren Umsetzung beauftragt. Übergeordnetes Ziel der Strategie ist es, allen Kindern und Jugendlichen im Kanton ein Umfeld des Aufwachsens zu gewährleisten, in dem sie sich individuell und mit gleichen Chancen entfalten und entwickeln können. Sie soll dazu dienen, dass Kinder und Jugendliche dabei unterstützt werden, die verschiedenen Herausforderungen in ihrer Lebenswelt zu meistern. Stichworte dazu lauten: digitale Kompetenzen, Teilnahme am demokratischen Leben, Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt, psychische Gesundheit und einige mehr.
Die Strategie wurde unter der Federführung des Amtes für Gesellschaft und Soziales in Zusammenarbeit mit Vertretenden kantonaler und kommunaler Behörden sowie Fachpersonen verschiedener im Kinder- und Jugendbereich tätigen Institutionen erarbeitet. Sie richtet sich an die Kantonsverwaltung, an Einwohnergemeinden und alle weiteren Akteurinnen und Akteure im Kinder- und Jugendbereich wie beispielsweise Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Spielgruppen, Jugendparlamente, Suchtberatungsstellen, Schulsozialarbeit, Konflikttrainingsangebote. Von zentraler Bedeutung ist das funktionierende Zusammenspiel von Betreuung, Erziehung und Bildung im familiären und ausserfamiliären, im schulischen und vor- sowie ausserschulischen Bereich.
Die Strategie Kinder- und Jugendpolitik sowie frühe Förderung gilt für die Jahre 2025 bis 2032. Sie definiert die übergeordneten Entwicklungsschwerpunkte und Ziele. Ergänzend dazu werden konkrete Massnahmenpläne mit einer Laufzeit von jeweils vier Jahren erarbeitet. Ein erster Massnahmenplan soll in der ersten Jahreshälfte 2025 vorliegen. Das Erreichen der strategischen Ziele wird periodisch überprüft und dem Regierungsrat kommuniziert.
