Verkehrsaufkommen Solothurn / Anzeiger Thal Gäu Olten
An 91 Standorten im Kanton wurde im Juni letzten Jahres eifrig gezählt.

Strassenverkehr: Thal legt klar am meisten zu

Das Verkehrsaufkommen auf den Solothurner Kantonsstrassen ist in den letzten fünf Jahren mit 0,1 Prozent nur minimal gewachsen. Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den einzelnen Bezirken: Die deutlichste Zunahme weist das Thal mit 7,5 Prozent auf, gefolgt vom Gäu (3,9 Prozent). In der Region Olten war das Aufkommen laut Statistik rückläufig.

Alle fünf Jahre führt der Kanton Solothurn eine kantonale Strassenverkehrserhebung durch – zuletzt im Juni 2025: Erhoben wurden der motorisierte Individualverkehr sowie der Veloverkehr. An insgesamt 91 Standorten wurde der Verkehr nach Fahrzeugkategorien aufgeschlüsselt und von Hand gezählt. Am Erhebungstag standen rund 720 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sowie Mitarbeitende der kantonalen Strassenunterhaltskreise im Einsatz. Ergänzend fliessen Daten aus den automatischen Verkehrszählstellen für den motorisierten Verkehr und den Veloverkehr in die Auswertung ein.

Über alle Kantonsstrassen hinweg ergibt sich für die vergangenen fünf Jahre ein geringes Verkehrswachstum von 0,1 Prozent. Die Entwicklung in den Bezirken fällt jedoch sehr unterschiedlich aus: Klar die deutlichste Zunahme (+7,5 Prozent) weist dasThal auf, gefolgt vom Gäu (+3,9 Prozent). Der Verkehr in der Region Olten nahm im Vergleich sogar um 1,8 Prozent ab.

Schwerverkehr: Egerkingen «Spitze»
Beim Veloverkehr zeigt sich zwischen 2020 und 2024 an den automatischen Velozählstellen ein Fahrtenzuwachs von 4 Prozent. Die neu differenziert erfassten Velokategorien zeigen, dass 51 Prozent der gezählten Zweiräder herkömmliche Velos sind. E-Bikes machen 42 Prozent aus. Unterschiedliche Entwicklungen gibts bei den Autobahnzufahrten. Während auf der Strecke Olten–Aarburg rückläufige Verkehrszahlen zu verzeichnen sind, haben die Belastungen beim Anschluss Oensingen Süd und auf der Verbindung nach Balsthal zugenommen. Der Schwerverkehrsanteil am Gesamtverkehr beträgt im Durchschnitt 6,3 Prozent. Die höchsten Anteile werden bei den Autobahnanschlüssen gemessen – mit dem Spitzenwert von 24 Prozent in Egerkingen. Diesen hatte die Gemeinde schon 2020 inne, mit 22 Prozent.

Text: ANZ & Bild: ZVG