Massnahmenplan für Kinder und Jugendliche Kanton Solothurn / Anzeiger Thal Gäu Olten
Kinder und Jugendliche im Kanton Solothurn sollen nachhaltig gefördert werden.

Förderung, Schutz und Partizipation

Regierungsrat verabschiedet einen Massnahmenplan für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche sollen sich entfalten können und in einem schützenden Umfeld aufwachsen. Der Regierungsrat hat dazu einen Massnahmenplan für die kommenden Jahre verabschiedet. Unter anderem sollen die politische Bildung und die psychische Gesundheit gestärkt werden.

Mit dem Massnahmenplan 2025–2028 unternimmt der Kanton Solothurn einen wichtigen Schritt, um Kinder und Jugendliche nachhaltig zu fördern, ihre Teilhabe zu stärken und die Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen weiter zu verbessern. Die Massnahmen werden federführend von kantonalen Stellen umgesetzt und durch das Departement des Innern koordiniert. Besonders berücksichtigt werden Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Armut, Migrationshintergrund oder Behinderungen speziell belastet oder gefährdet sind. Der Plan greift auch aktuelle Herausforderungen auf, etwa Chancen und Risiken des digitalen Raums oder die psychische Gesundheit junger Menschen.

Politische Bildung stärken
Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist die politische Bildung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Diese soll gestärkt werden – auch ausserhalb der Schule. Gemeinden werden durch ein Pilotprojekt bei der Weiterentwicklung ihrer Kinder- und Jugendpolitik unterstützt. Zudem wird die Zusammenarbeit mit privatrechtlichen Religionsgemeinschaften im Bereich der Kinder- und Jugendförderung ausgebaut. Ein weiterer Schwerpunkt des Massnahmenplans laut Mitteilung der Staatskanzlei ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen. Mit dem Suchtpräventionsprogramm und gezielten Aktivitäten zur Prävention von Jugendgewalt – insbesondere im digitalen Raum – wird der Jugendschutz gestärkt. Für komplexe Fälle in der ausserfamiliären Unterbringung wird ein Runder Tisch eingerichtet, um die Zusammenarbeit der diversen Akteurinnen und Akteure zu verbessern.

Einen weiteren inhaltlichen Fokus legt der Kanton in den kommenden Jahren auf den Bereich der frühen Förderung. Hier werden Vernetzungs- und Austauschstrukturen wie das «Netzwerk Familienstart » intensiviert. Das interprofessionelle Netzwerk zielt darauf ab, dass Familien über Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten vor, während und nach der Geburt informiert sind und dass die beteiligten Berufsgruppen koordiniert zusammenarbeiten. Ebenso werden die Angebote in der frühen Sprachförderung und der Elternbildung weiterentwickelt.

Zweite Etappe ab 2029
Mit dem Massnahmenplan wird die Strategie «Kinder- und Jugendpolitik und frühe Förderung» vom September 2024 in zwei Etappen umgesetzt. Nach einer Evaluation der ersten Etappe werden dem Regierungsrat Massnahmen für den Zeitraum 2029–2032 vorgeschlagen. Eine Begleitgruppe, bestehend aus kantonalen Fachpersonen, Institutionen aus dem Kinder- und Jugendbereich und dem Verband Solothurner Einwohnergemeinden, unterstützt diese Arbeiten.

Text: MGT & Bild: ZVG