Die Bauarbeiten an der Dorfstrasse Neuendorf können im Sommer dieses Jahres starten. Nach Auswertung eines Testbetriebs mit angepasster Busnetz-Struktur haben sich der Gemeinderat und das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau nach jahrelangem Hin und Her auf eine gemeinsame Lösung geeinigt. Auch die Bushaltestelle Kirche soll erhalten bleiben.
Im Rahmen der geplanten Sanierung der Dorfstrasse konnte eine langjährige Diskussion zur künftigen Gestaltung der Bushaltestellen abgeschlossen werden, wie die Staatskanzlei mitteilt. An einem Runden Tisch im Mai letzten Jahres wurden die unterschiedlichen Anliegen und Rahmenbedingungen zwischen Kanton, Gemeinde sowie weiteren beteiligten Fachstellen ausführlich diskutiert. In der Folge wurde im Herbst ein sechswöchiger Testbetrieb durchgeführt. Dieser habe es ermöglicht, die Verlegung der Buslinie via Wolfwilerstrasse mit der Haltestelle Schulhaus sowie den damit verbundenen Verzicht auf die Haltestellen Kirche und Hardeck Süd unter realen Bedingungen zu prüfen, teilt der Kanton weiter mit. Die Bevölkerung wurde mittels einer Umfrage eingeladen, sich zum Testbetrieb zu äussern. Besagte Ergebnisse wurden anschliessend gemeinsam von Kanton und Gemeinde beurteilt.
Die Bushaltestelle bei der Kirche bleibt erhalten
Aufgrund der nun vorliegenden Erkenntnisse haben sich der Gemeinderat Neuendorf und das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau auf die Umsetzung des rechtskräftig bewilligten Projekts verständigt. Damit ist auch der Weg frei für die – dringend notwendige – Sanierung der Dorfstrasse. Vorgesehen ist laut Mitteilung unter anderem, dass die Bushaltestelle Hardeck Süd (Fahrtrichtung Olten) westlich des Restaurants Hardeck erstellt wird und die Bushaltestelle bei der Kirche erhalten bleibt. Anstelle der bisherigen Haltebucht in Fahrtrichtung Oensingen wird ein Fahrbahnhalt vis-à-vis der Kirche realisiert. Mit der projektierten Haltestelle Kirche werde sowohl das Bedürfnis nach einer zentral gelegenen Haltestelle als auch der Ortsbildschutz berücksichtigt, schreibt der Kanton. Die breite Beteiligung an der Umfrage habe deutlich gezeigt, dass sich ein Grossteil der Bevölkerung für den Erhalt der Bushaltestelle Kirche ausspreche. Gleichzeitig wurde ersichtlich, dass der geplante Fahrbahnhalt sowohl auf Zustimmung als auch auf Ablehnung stiess.
Da an der Bushaltestelle Kirche viele Jugendliche der Kreisschule Gäu ein- und aussteigen, wird ein paar Monate nach der Inbetriebnahme überprüft, ob die Schulwegsicherheit gewährleistet ist. Zudem zeigen die Ergebnisse aus dem Testbetrieb, dass die Haltestelle Kreisschule bereits heute stark ausgelastet ist. Die Gemeinde wird sich deshalb gemeinsam mit der Kreisschule mit möglichen mittelfristigen Verbesserungen befassen.
Nächstes Jahr ein Einbahnregime
Der Baustart für die Sanierung der Dorfstrasse ist auf den 1. Juni geplant. Zunächst wird der westliche Abschnitt von der Grenze Niederbuchsiten bis zur Einmündung Wolfwilerstrasse realisiert, gleichzeitig erfolgt im Unterdorf die Teil-Freilegung des Mittelgäubaches. Von Januar bis Dezember 2027 wird die Dorfstrasse von der Wolfwiler- bis zur Fulenbacherstrasse saniert und umgestaltet. Zur Gewährleistung eines effizienten Bauablaufs wird in diesem Zeitraum ein Einbahnregime eingerichtet. Der östliche Abschnitt bis zur Fridaustrasse folgt von Frühling bis Herbst 2028. Im Folgejahr wird dann der Deckbelag eingebaut.
