Nächsten Mittwoch ist es wieder soweit – die 1. April-Scherze gehen in Umlauf und lösen bei den einen ein Lachen aus und bei den anderen ein Kopfschütteln. Wie dem auch sei, jährlich wiederkehrend sind diese Scherze doch immer auch wieder ein kleiner Unterbruch im Alltäglichen. Nicht nur im eigenen Umfeld werden die Scherze gemacht und weitergegeben, auch in den Medien sind viele «mögliche Unmöglichkeiten» zu lesen. Leider war die Debatte um den Fasnachtsnamen «Negerchinge» kein verfrühter 1. Aprilscherz…
Dieser Dorfübername während der paar Fasnachtstage gründet in der damaligen Egerkinger Politlandschaft. Da wurden die CVP-Parteiangehörigen satirisch als «die Schwarzen» bezeichnet und die damalige FdP als «die Gelben». Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, dass diese Bezeichnungen eine Menschenrasse (Afrikaner und Chinesen?) demütigen würden. Aber heute ist das halt ganz anders. Jene, die Fasnachtsdorfnamen als rassistisch verurteilen(!), sind meiner Meinung nach nicht mehr in der Lage, ernsthaften und verabscheuungswürdigen Rassismus von Unbeschwertheit beziehungsweise eben Narrenfreiheit zu unterscheiden. Auch der Egerkinger Gemeindepräsident sieht das Ganze nicht so eng, will aber das Gespräch mit den Fasnächtlern suchen. Und ich hätte zwei Namensvorschläge, nämlich «Nagerchinge» und «Nuggichinge ». Ja, als es noch Land gab im Dorf, gab es auch Unmengen von Mäusen, also Nagern. Der zweite Vorschlag deshalb, weil in Egerkingen mittlerweile jährlich so viele Säuglinge geboren werden… Man darf gerne herzhaft lachen!
Meine Feder kommt wie die «auti Fasnacht», ist aber trotzdem topaktuell…
