Die sonnigen und warmen Ostertage sind vorbei – und das Osterfest scheint aktueller denn je zu sein. Früher trieb ich mich an Ostern auf den Skipisten herum und genoss die arbeitsfreie Zeit, ohne je an den tieferen Sinn von Ostern zu denken. Karfreitag mit feinen Eglifilet meunière gehörten zum Kult. Die farbigen Eier und ein feiner Osterhase aus schwarzer Schokolade haben den Sonntag versüsst, die Suche im Garten hat Spass gemacht. Mehr war da nicht.
Ohne den christlichen Glauben in den Vordergrund stellen zu wollen, ist doch einiges zu erkennen und von Wichtigkeit, selbst in Zeiten des egoistischen Lebensstils. Das höchste christliche Fest feiert den Sieg des Lebens über den Tod. Hoffnung und Neuanfang oder anders gesagt: Tod und Leid haben nicht das letzte Wort.
Für uns in der kriegsfreien Schweiz wohl nur leere Worte, hoffentlich empfinden wir zumindest Mitgefühl für die Betroffenen. Es ist schon fast nicht mehr möglich, alle Länder zu benennen, die in den derzeitigen Kriegswirren gefangen sind. War es anfangs die angegriffene Ukraine, die sich heldenhaft verteidigt, weiten sich die Konflikte militärisch aus. Der Krieg ist unter den Mächtigen salonfähig geworden. Was ich will, hole ich mir eben mit Gewalt, obschon wir die Menschenrechtsverletzungen im Nahen Osten nicht vergessen dürfen.
Die USA und Israel greifen kurzerhand den Iran an und hinterlassen Chaos, Tote und Altlasten.
Hoffentlich schickt uns, um biblisch zu bleiben, niemand die Arche Noah, um die Menschheit wieder auf den rechten Weg zu bringen. Denn Tod und Leid haben nicht das letzte Wort.
