Die filigrane Gestaltung der Gedenkrose erinnert an die Zerbrechlichkeit des Lebens. Die freigesetzten Samen werden im Idealfall zu neuem Leben.

In einer Rose verewigt

Die Asche eines geliebten Menschen oder Tieres wird sichtbar in das Kunstwerk eingebettet

Eine zum Patent angemeldete Erfindung sorgt für Aufsehen in der Bestattungsbranche: Eine handgefertigte Gedenkrose. Die filigrane, detailgetreu ausgearbeitete Blume, welche der Oltner Künstler Nino Monteleone gestaltet hat, besteht unter anderem aus einem Anteil menschlicher oder tierischer Asche sowie keimfähigen Samen, Kräutern oder Blüten für eine Tönung. Ihre natürliche Zusammensetzung eignet sich sowohl zur dauerhaften Aufbewahrung wie auch zur Wasser- oder Erdbestattung.

In der Schweiz werden rund 90 Prozent der Verstorbenen kremiert; die Urne kommt in der Regel in ein Einzel- oder Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof oder erhält zuhause einen würdigen Platz. Ungefähr in einem Fünftel der Fälle verstreuen die Angehörigen die Asche in der Natur.

Geistiger Vater der Rose:
Der Oltner Künstler Nino Monteleone.
Geistiger Vater der Rose:
Der Oltner Künstler Nino Monteleone.

Die filigrane Gestaltung der Gedenkrose erinnert an die Zerbrechlichkeit des Lebens. Wie eine echte Blume ist sie fein, leicht und empfindlich – ein Sinnbild dafür, dass jedes Leben kostbar und vergänglich ist. «Die Rose steht für Liebe, und Liebe vergeht nicht, sie verändert nur ihre Form», sagt der Künstler Nino Monteleone. Das zeitlose und dekorative Symbol der Zuneigung wird mit einer passenden Glasglocke geliefert. Sie gleitet zudem auf dem Wasser, wo sie sich langsam auflöst. Die freigesetzten Samen werden im Idealfall zu neuem Leben.

Erinnerung bleibt stilvoll am Leben
Astrid Stäbler-Wyss, Geschäftsführerin der Bestattungsdienst Drei Tannen AG in Olten, sagt dazu: «Die Gedenkrosen von Sternenwächter halten die Erinnerung an einen geliebten Menschen unaufdringlich und stilvoll am Leben. Das Filigrane und Liebliche hat uns sofort angesprochen und überträgt sich auf die Familien und Hinterbliebenen.»

Patentanwalt Samuel Gutmann, von Keller Schneider Patent- und Markenanwälte in Bern, hat das neuartige Produkt begleitet: «Aus patentrechtlicher Sicht ist besonders hervorzuheben, dass hier nicht lediglich ein dekoratives Objekt geschaffen wurde, sondern ein durchdachtes Bestattungs- und Gedenkprodukt.» Die Patentanmeldung sei ein «entscheidender Schritt», um etwas zu schützen, das aus einer tiefen persönlichen Motivation und aus dem Herzen heraus entstanden sei.

Ein Teil des Erlöses für guten Zweck
Die von Swiss Label zertifizierten Gedenkrosen werden in der Schweiz in Handarbeit gefertigt, von Menschen aus dem ersten bis zum dritten Arbeitsmarkt. Sie können auf Wunsch fluoreszierende Farbpigmente enthalten, die sich im Sonnenlicht aufladen und im Dunkeln sanft leuchten. Weil ihrem geistigen Vater, Nino Monteleone, der gesellschaftliche Aspekt solcher Rituale wichtig ist, geht ein Teil des Erlöses an Pro Infirmis Aargau-Solothurn und den Tierli-Gnadenhof in Kaisten. «Unter anderem meine eigenen Erfahrungen mit einem schmerzlichen Verlust inspirieren mich, dem Tod einen würdigen Rahmen zu geben und die Erinnerung weiterwirken zu lassen.» Monteleone bietet auch Trauerreden und Abschiedszeremonien an.

Alle Infos zur Gedenkrose:
www.sternenwaechter.ch

Text: ANZ & Bild: ZVG