Mit spitzer Feder

Louis Bischofberger

Von nichts, kommt nichts! Welche Schulstunden für Erfolg die Nützlichsten sind, erfährt man erst später im Leben. Lesen, Schreiben, Rechnen und Sprachen sicherlich. Einige Fächer könnten gegen nützlichere getauscht werden. Schulabgängern fehlen oft lebenspraktische Basisfähigkeiten zur Alltagsbewältigung: Kochen, Waschen, einfache Reparaturen, gesunde Ernährung, Wohnungs- und Jobsuche, Umgang mit Geld. Je enger wir zusammenleben, je mehr Kulturen sich mischen, umso wichtiger ist stilvoller Umgang miteinander. Auch Respekt vor Natur und Ressourcenschonung. All das beinhaltet die Vorbereitung aufs Erwachsenenleben. Nicht nur pure Wissensvermittlung, sondern Förderung von Kreativität, kritischem Denken und Problemlösungsfähigkeiten sind nötig!

Eltern stehen als aktive Vorbilder in der Pflicht. Verwöhnen und vor allen Schwierigkeiten schützen, hilft Kindern nicht. Die Realität schwingt zurück!

Mit spannenden Projekten im Schulunterricht könnten Kompetenzen erlernt werden. Etwa Hühnerstall bauen inklusive Tierpflege und Eierproduktion zur Rückfinanzierung – Gemüseanbau im selbst konstruierten Hochbeet für Eigenbedarf im Kochunterricht – komplette Planung des Skilagers, der Schulreise oder einstudieren eines Musicals. Alles von der Idee bis zur Abrechnung. Sämtliche Lebensbereiche würden tangiert. Durch Planen, Budgetieren, Bewilligungen einholen, Einkaufen, Aufgaben verteilen, Verantwortung übernehmen werden Schüler als Jungunternehmer Teil ihres ersten Startups und lernen: Von nichts, kommt nichts!

Louis Bischofberger meint: Jeder ist Unternehmer seines eigenen Lebens und soll vorbereitet werden, die Eigenverantwortung zu tragen.