Die beiden Jubilare strahlen in der Bildmitte mit VR-Präsident Marcel Allemann (im pinken Hemd) und links von ihm Geschäftsführer Jörg Kilchenmann. Von ganz links nach rechts die Verwaltungsräte Andreas Burri, Daniel Nützi und Denise Bürgi, rechts im Bild Daniel Lederer, Vizepräsident des Verwaltungsrats und Erika Kohler, Protokollführerin. Es fehlt Verwaltungsrat Reto Spiegel.

Sie ruhen sich nicht auf Lorbeeren aus

Delegiertenversammlung der Genossenschaft Anzeiger Thal Gäu Olten in Boningen

So gut und erfreulich das Jahr für den Anzeiger Thal Gäu Olten war, so wenig will dessen Führung sich auf den Lorbeeren ausruhen. An der Delegiertenversammlung des Anzeigers in Boningen wurden Marcel Allemann und Jörg Kilchenmann für ein Jahrzehnt in Diensten der Genossenschaft geehrt.

Auf ein erneut erfolgreiches Geschäftsjahr blickten die Verantwortlichen des Anzeigers TGO vor Wochenfrist zurück. «Wir könnten nun stehen bleiben», sagte Verwaltungsratspräsident Marcel Allemann. «Aber das ist nicht unser Anspruch!» Ziel sei es, den Anzeiger fit auch für die Zukunft zu machen. Es brauche einen Verwaltungsrat, der gestalte und mit offenem Visier stets die besten Lösungen anstrebe. Es gehe darum, eine klare Richtung vorzugeben und diesen Weg «konsequent» zu beschreiten und weiterzugehen.

Die strategische Ausrichtung von Allemann und seinen fünf Mitstreitern im Verwaltungsrat ist klar: Den Print fördern – allen Abgesängen auf das gedruckte Wort zum Trotz, wie er unterstrich. «Mit der gedruckten Zeitung verdienen wir Geld, zu ihr müssen wir Sorge tragen.» Die Kundschaft, so der Verwaltungsratspräsident, investiere in die Printwerbung. «Dass die Jungen unseren Anzeiger gerne lesen, macht das Produkt noch attraktiver auf dem Werbemarkt.»

Die weiteren strategischen Ziele: die Digitalisierung des Produktes soll rentabilisiert werden. Auch möchte der VR im Sinne einer Eignerstrategie von den Gemeinden als Besitzer der Genossenschaft Anzeiger TGO wissen, wo es ihrer Meinung nach künftig lang gehen soll.

Ein Rekordwert bei der Leserschaft
Geschäftsführer Jörg Kilchenmann ging auf die Entwicklung im Lesermarkt ein, wo der Anzeiger TGO mittlerweile wöchentlich von rund 57’000 Leserinnen und Lesern konsumiert wird – ein Rekordwert in der Geschichte des Produktes. Dabei ist die Hälfte der Leserschaft jünger als 54, «ein sehr guter Altersmix», wie Kilchenmann bemerkte. Auch die sogenannte Titelloyalität ist hoch: Sie liegt bei 65,8 Prozent, will heissen: Zwei Drittel der Leserinnen und Leser würden den Anzeiger TGO sehr vermissen, wenn es ihn nicht mehr gäbe.
Alle traktandierten Geschäfte passierten während der einstündigen Versammlung vor 19 Stimmberechtigten oppositions- und diskussionslos. Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Gewinn von 206’000 Franken ab, davon werden 200’000 Franken an die Gemeinden ausgeschüttet.

Je zehn Jahre für zwei Glücksfälle
Gleich zwei führende Köpfe wurden in Boningen dafür geehrt, dass sie ein Jahrzehnt in Diensten des Anzeigers stehen. «Jörg Kilchenmann ist in jeder Beziehung ein Glücksfall für uns!», kam Marcel Allemann aus Sicht des Verwaltungsrats ins Schwärmen. Er lobte des Geschäftsführers Schaffenskraft ebenso wie dessen Weitsicht und Loyalität, es sei nicht zuletzt sein Verdienst, dass die Anzahl Leserinnen und Leser stetig wachse. «Jörg, ich arbeite enorm gerne mit dir zusammen», so sein Dankeschön mitsamt Präsent für den Geehrten.

Daniel Lederer, Vizepräsident des Verwaltungsrats. ehrte Marcel Allemann für dessen 10-Jahr-Jubiläum. «Er muss ein Thaler sein, politisch vernetzt und ein unternehmerischer Geist» – so habe seinerzeit das Anforderungsprofil für den neuen Verwaltungsrat gelautet. Allemann erfülle all dies perfekt, seit vier Jahren nun präsidiert er das Gremium. «Auch er ist ein Glücksfall für uns», sagte Lederer. Er lobte diesen als Motivator, der den so enorm wichtigen und wertvollen Dialog im Verwaltungsrat klug leite und moderiere. Auch für Marcel Allemann gabs ein Geschenk und viel Applaus.

Boningens Gemeindepräsident Bruno Stalder stellte sein Dorf vor und bewarb die 800-Jahr-Feierlichkeiten.

Text & Bild: Wolfgang Niklaus