Verein Kino Lichtspiele Vorstand
Der aktuelle Vorstand des Vereins Kino Lichtspiele (von links): Franz Derendinger, Markus Maucher, Eliane Rüefli, Siv Lehmann, Emile Stricker und Christoph von Arx. Es fehlt Silvia Petrelli.

Das Kino Lichtspiele gedeiht prächtig

Verein vermeldet Mitgliederrekord, steigende Besucherzahlen und erfreulichen Jahresgewinn

Der Verein Kino Lichtspiele blickt auf ein aussergewöhnlich erfolgreiches Jahr zurück. Während die Schweizer Kinos insgesamt Besucher verloren, verzeichnete das Oltner Arthouse-Kino ein deutliches Wachstum.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Während die Schweizer Kinobranche im Jahr 2025 einen historischen Tiefstand bei den Eintritten verzeichnete, konnte der Verein Kino Lichtspiele seine Position weiter ausbauen. An der Vereinsversammlung präsentierte der Vorstand ein Jahresergebnis, das in mehrfacher Hinsicht Anlass zur Freude gibt, wie der Verein mitteilt. Nach der Rückkehr an den Klosterplatz ins renovierte historische Lichtspiel-Kino entwickelte sich der Betrieb erfreulich. Die kleinere Spielstätte biete weniger Sitzplätze als das während der Umbauzeit genutzte Kino Capitol, schaffe aber «eine persönliche Atmosphäre, die vom Publikum geschätzt wird».

Events mit Filmschaffenden gefallen
Mit insgesamt 255 Vorführungen bot der Verein erneut ein vielfältiges Programm mit aktuellen Arthouse-Filmen und Dokumentationen aus aller Welt. Besonderen Anklang fanden Events mit Filmschaffenden und Publikumsgesprächen. Auch Kooperationen mit regionalen Kulturschaffenden und Vereinen bereicherten das Angebot. Total wurden 3482 Eintritte verkauft. Mit einem Gewinn von 10’ 022 Franken übertrafen die Einnahmen die budgetierten Erwartungen. Auch der Filmumsatz lag mit 53 846 Franken rund 15 Prozent über Budget.
Trotz einer Erhöhung des Mitgliederbeitrags wuchs der Verein von 426 auf 447 Mitglieder. «Die Mitgliedschaften sind für das Fortbestehen unseres kulturellen Angebots von zentraler Bedeutung», hält der Vorstand fest. Getragen wird der Betrieb weiterhin von grossem, freiwilligen Engagement. 26 Helferinnen und Helfer leisteten letztes Jahr total 330 Einsätze.

Einen Schwerpunkt setzte der Vorstand mit der Erarbeitung einer Strategie für die Jahre 2026 bis 2030. Darin bekennt er sich zu seiner Rolle als kulturelle Gemeinschaft. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Filmkunst, das gemeinsame Kinoerlebnis und die Offenheit gegenüber gesellschaftlicher Vielfalt. Neben dem Stammpublikum sollen jüngere Menschen, Studierende, Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger und weitere filmaffine Kreise angesprochen werden.

Text: ANZ, MGT & Bild: ZVG