Happy oder hässig? Die einen lieben die Temperaturen über 30 Grad und liegen mit nackter Haut in der prallen Sonne zum Bräunen. Die anderen hassen die heissen Tage und noch viel mehr die schwülen Nächte und verkriechen sich in kühlen Räumen, sofern diese überhaupt noch vorhanden sind.
Ganz nüchtern betrachtet sind die schönen, übermässig heissen Sommertage einfach nur zum Geniessen. Endlich ein Hauch von südländischer Atmosphäre, weg von der schweizerischen Spiessigkeit mit früh ins Bett gehen und früh aufstehen. Lange Nächte, draussen essen, trinken und unbeschwert feiern, das Nachher interessiert niemanden, heute leben und morgen bezahlen.
Ganz von der Vernunft her betrachtet ist die unerträgliche Sommerhitze weder für den Menschen, die Tiere noch die Natur gesund und erstrebenswert. Die Sonne schädigt die Umwelt, die Haut bis hin zur Lederhaut und Hautkrebs und die Hitze trocknet die Böden aus. Wassermangel herrscht, so dass das Erntegut auf den Feldern und Gärten vertrocknet und die viele Arbeit zerstört wird – alles für die Füchse.
Die Sichtweise für das heisse Sommerproblem ist einfach erklärt. Bin ich nur am schönen Leben und purem Genuss interessiert, ignoriere den Lauf der Natur und denke, dass das Gemüse direkt im Supermarkt wächst, arbeiten ist eh unnötig, dann bin ich einfach happy.
Bin ich naturorientiert und weiss, wo und wie ein Liter Milch entsteht und dass Erfolg auch bei hohen Temperaturen möglich ist und immer fleissiges Arbeiten fordert, macht das zu warme Wetter oft nur hässig.
Und Sie, arbeiten Sie noch gerne und fleissig?