Holderbank
Eine harmonische Mischung aus Siedlung und Wald: Ein weiteres Wachstum in Holderbank ist laut Strategie der Gemeinde erst gar nicht erwünscht.

Ein idyllischer Hotspot für Naturfreunde

Sommerserie Perspektivenwechsel (VI): Die Gemeinde Holderbank

Idyllisch eingebettet zwischen der ersten und zweiten Jurakette, sei Holderbank für ihn schlicht «das schönste Dorf im Kanton Solothurn», sagt Gemeindepräsident Pascal Berger. Eine Liebeserklärung, die er als ursprünglicher Oensinger ausspreche, wie er betont. «Die harmonische Mischung aus Siedlung und Wald sowie deren Übergänge machen unsere Gemeinde zu einem absoluten Hotspot für Naturfreunde», fährt er mit der Schwärmerei für sein Dorf fort.

Die Gemeindeverwaltung befindet sich im 1. Obergeschoss der Gemeindekanzlei an der Hauptstrasse.

In unmittelbarer Nähe der Gemeinde gibt es idyllische Fleckchen, die zum Verweilen einladen und auch dazu, sich sportlich und kulturell zu betätigen. Da ist beispielsweise der Poesieweg: In drei verschiedenen Etappen führt er durch Wälder und Wiesen rund um das Dorf herum. Die Gedichtstationen laden zum Verweilen ein, eröffnen lyrische Welten und regen zu neuen Gedankengängen an. Auf dem Dorfplatz und am Ehrenplatz Ueli Hafner stehen Infotafeln, welche eine Übersicht über die drei Wanderetappen geben. Wanderer können die Landschaft im Naturpark Thal auf beschauliche Weise erleben und geniessen.

Für die Sanierung des alten Schulhauses existieren laut dem Gemeindepräsidenten zahlreiche Ideen. 

Da ist aber auch der Holzweg Thal oder die Burgruine Alt-Bechburg oberhalb des Dorfes. Sie wurde anno 1050 erbaut, die steinernen Reste stehen auf der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung. Und selbstverständlich sind Kultur- und Vereinsanlässe ein fester Bestandteil des Dorflebens. «All dies macht Holderbank zu einem lebendigen und attraktiven Ort», sagt der Gemeindepräsident.

Die Pfarrkirche St. Fridolin wurde 1734 erbaut und steht im Zentrum der Gemeinde. Hier findet auch jeweils das Adventskonzert der Musikschule statt.

Das alte Schulhaus und die Gemeindekanzlei stehen gemäss Pascal Berger im Zentrum der Immobilienstrategie des Gemeinderates. «Natürlich gibt es viele Ideen für das alte Schulhaus, doch bei den Kosten für dessen Sanierung wird es problematisch.» Dann merke man halt, dass man eine kleine Gemeinde mit beschränkten Mitteln sei. Finanziell gehe es Holderbank «sehr gut». Dies, so Berger, möchte er nicht aufs Spiel setzen.

Ein zentraler Punkt in der aktuell laufenden Ortsplanrevision lautet, dass ein weiteres Wachstum von Holderbank gar nicht erst gewünscht ist. «Um die Schönheit unseres Dorfes auch künftig zu bewahren.»

Sommerserie: ­Perspektivenwechsel
Ein Bild der Gemeinde aus der Vogelperspektive, vom Schulhaus, Gemeindehaus, der Kirche und vom Dorfbrunnen: Dies sind jeweils die Zutaten unserer diesjährigen Sommerserie im Anzeiger TGO, die wir am 16. Juli mit dem Beitrag über Kappel gestartet haben. Eine Woche später, am 23. Juli, war Trimbach an der Reihe und am 30. Juli das Aaregäu mit der Gemeinde Wolfwil. Der vierte Beitrag der Serie am 6. August widmete sich Rickenbach, vergangene Woche war Matzendorf an der Reihe. Mit dem heutigen Beitrag über Holderbank beschliessen wir unsere Sommerserie 2026.

Text: NIK & Bild: ALA