Die Sommerferien sind vorbei, für Kinder und Eltern hat der Schulalltag begonnen, begleitet von Erwartungen, Fragen und manchmal auch Sorgen.
Ist unser Lehrplan gescheitert? Lehrpersonen müssen heute immer mehr Zeit für Bürokratie aufwenden, gleichzeitig den Erwartungen der Eltern gerecht werden und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder im Blick behalten. Dabei sollte eines im Mittelpunkt stehen: die Förderung jedes einzelnen Kindes, der Schwachen genauso wie der Starken. Auch leistungsstarke Kinder brauchen Aufmerksamkeit, Herausforderung und Förderung.
Schule bedeutet vor allem eines: lernen. Lernen bedeutet üben, üben, üben. Wir haben das Laufen nicht beim ersten Versuch gelernt. Wir hatten Vorbilder und wollten es ihnen gleichtun. Erziehen heisst, Vorbild zu sein.
Spielerisches und selbstbestimmtes Lernen ist wichtig. Doch Kinder brauchen ebenso klare Erwartungen und die Motivation, dranzubleiben, wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt. Lesen, Schreiben und Rechnen müssen geübt werden. Nicht jeder lernt gleich schnell, entscheidend ist, nicht sofort aufzugeben. Schule soll Kinder aufs Leben vorbereiten. Lernen darf Freude machen, aber es darf auch anstrengend sein. Denn wer früh lernt, Herausforderungen anzunehmen und nach einem Rückschlag wieder aufzustehen, ist auch später besser gerüstet.
Diana Stärkle ist überzeugt: Fallen ist nie ein Problem, das Liegenbleiben schon.