Amitola - Christa Misteli
Gründerin Christa Misteli übergibt Mitte 2028 die Leitung des Kinderheims.

Auch künftig ein stabiles Zuhause sein

Das Neuendörfer Kinderheim Amitola stellt frühzeitig die Weichen für die Zukunft

Gründerin Christa Misteli übergibt Mitte 2028 die Leitung des Neuendörfer Kinderheims. Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze von Amitola wird die Gründerin und Institutionsleiterin in den Ruhestand treten, wie die Gemeinnützige GmbH für Kinder mitteilt. Den Kindern und Jugendlichen soll auch in Zukunft ein verlässliches, stabiles und entwicklungsförderndes Zuhause geboten werden.

Seit der Gründung von Amitola im Jahr 1998 hat Christa Misteli die Institution mit ausserordentlichem persönlichem Engagement aufgebaut, geprägt und kontinuierlich weiterentwickelt. Seit bald drei Jahrzehnten widmet sie einen wesentlichen Teil ihres Lebens Kindern und Jugendlichen, die vorübergehend oder dauerhaft nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können. Die Aufgabe sei für die Gründerin nicht einfach ein Beruf, sondern eine Herzensangelegenheit, heisst es in einer Mitteilung der Institution an die Medien. Eine Herzensangelegenheit, die erfüllend und abwechslungsreich, gleichzeitig aber auch emotional und zeitlich ausserordentlich anspruchsvoll sei.

«Nach so vielen intensiven und erfüllenden Jahren ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung schrittweise weiterzugeben. Besonders wichtig ist mir, dass Amitola seinen Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft jene Geborgenheit, Verlässlichkeit und persönliche Begleitung bieten kann, die unsere Arbeit seit jeher auszeichnet», wird Christa Misteli in der Mitteilung zitiert.

Neue Führungsstruktur bildet Bedürfnisse der Kinder ab
Gemeinsam mit ihr hat René de Boer, Präsident der Gemeinnützigen GmbH für Kinder, den Nachfolgeprozess frühzeitig initiiert. Neu soll ein Führungs-Duo sich die Institutionsleitung respektive deren Stellvertretung und die psychologische Leitung teilen. Damit will Amitola den stetig gestiegenen fachlichen, organisatorischen und strukturellen Anforderungen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen Rechnung tragen, wie es heisst.

Amitola betreut heute rund 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 18 Jahren und beschäftigt rund 60 Mitarbeitende. Diese Grössenordnung und die zunehmende Komplexität der Aufgaben machen eine starke und breit abgestützte Führung notwendig.

Auch der Kanton Solothurn beabsichtigt, das stationäre sozialpädagogische Angebot für Kinder und Jugendliche bis 2031 um zusätzliche Heimplätze auszubauen. Benötigt werden insbesondere spezialisierte Wohnangebote für Kinder und Jugendliche, die vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr bei ihren Familien leben können. Ob und in welcher Form Amitola künftig zusätzliche Plätze anbieten wird, ist derzeit noch offen.

Ein neuer Lebensabschnitt
Für Christa Misteli wird mit ihrem angekündigten Rücktritt gleichzeitig ein neuer persönlicher Lebensabschnitt beginnen. Nach Jahrzehnten, in denen Amitola und die ihr anvertrauten Kinder einen ausserordentlich grossen Teil ihres Lebens bestimmten, möchte sie künftig wieder mehr reisen und insbesondere mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren Grosskindern verbringen.

Informationen zu Amitola und Spendenmöglichkeiten: www.amitola-so.ch

Text: MGT, ANZ & Bild: ZVG