Mit Blick auf die geplante Phase der Halbfreiheit stellt der Verein Wisent im Thal seine Projektorganisation neu auf. Ab 1. November übernimmt Matthias Muff die Projektleitung von Otto Holzgang. Gleichzeitig wird das Pensum der Projektleitung schrittweise auf 100 Prozent erhöht und in Herbetswil ein Projektbüro eingerichtet.
Für die Phase der Halbfreiheit sei es wichtig, dass die Projektleitung im Thal präsent, rasch vor Ort und direkt ansprechbar sei, schreibt der Verein Wisent im Thal in seiner Mitteilung. Das neue Projektbüro wird im Alten Konsum an der Dorfstrasse 2 in Herbetswil eingerichtet – www.alteskonsum.ch – und schafft dafür die organisatorische Basis.
Der organisatorische Ausbau ist mit einem Wechsel in der Projektleitung verbunden. Otto Holzgang gibt diese per Ende Oktober ab. Er hatte die Funktion 2019 übernommen und das Projekt von der Bewilligungsphase über den Aufbau des Geheges und das Einsetzen der Testherde bis zum Abschluss der Forschung in der Gehegephase geführt. Holzgang, dessen «grossen Einsatz» der Verein verdankt, wird dem Projekt weiterhin beratend zur Verfügung stehen.
Schon seit längerem eng mit dem Projekt vertraut und verbunden
Sein Nachfolger Matthias Muff sei mit dem Projekt eng vertraut, heisst es in der Mitteilung des Vereins weiter. Bereits seit 2023 sei Muff als Wisent-Guide tätig. 2024 absolvierte er im Projekt ein Praktikum zu Verbiss- und Schälinventuren sowie zum Verhaltensmonitoring und war Ranger im Naturpark Thal. Seit April dieses Jahres arbeitet er in der Projektleitung mit, so bei Aufgaben in der Projektkoordination, im Herdenmanagement, in der Öffentlichkeits- und Behördenarbeit sowie bei der Betreuung externer Forschungsarbeiten.
Parallel dazu studiert Matthias Muff an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften Umwelt- und Ressourcenmanagement mit Vertiefung Nachhaltige Land- und Wassernutzung. Seine berufliche Erfahrung umfasse Kommunikation, Projektleitung und Führung, schreibt der Verein, der sich für kommende Herausforderungen «gut aufgestellt» sieht.
Brunner auf Weg der Besserung
Wisent-Ranger Benjamin Brunner befindet sich nach seinem Unfall vom 31. August weiterhin auf dem Weg der Besserung. Die detaillierten medizinischen Untersuchungen im Spital zeigten einen komplizierten Bruch des linken Schienbeins und drei gebrochene Rippen. Nach drei Wochen im Spital konnte er die Rehabilitation in einer Klinik aufnehmen.
Der Verein Wisent bedankt sich für die grosse Anteilnahme und die vielen Genesungswünsche.