Die digitale Transformation der solothurnischen Verwaltung wird auf neue Beine gestellt. Die Regierung hat eine Organisation definiert, die sicherstellen soll, dass besagte Transformation gemeinsam verantwortet, umgesetzt und gesteuert wird. Sie garantiere eine zukunftsfähige, bürgernahe und effiziente Verwaltung.
Es ist kein Geheimnis: Das 2022 lancierte Digitalisierungsprojekt der kantonalen Verwaltung ist noch nicht richtig in die Gänge gekommen und hat schwierige Monate hinter sich. Oder wie es in der offiziellen Mitteilung der Staatskanzlei heisst: Eine externe Evaluation zur kantonalen Digitalisierungsstrategie habe letztes Jahr ergeben, dass Optimierungspotenzial bestehe. In der Folge startete die Exekutive ein Projekt zur Weiterentwicklung der Organisation der digitalen Transformation. Die Projektleitung übernahm nach der Kündigung des Chief Digital Officers der neue Staatsschreiber Yves Derendinger. Mit der Umsetzung der anstehenden diesbezüglichen Aufträge wurde die Staatskanzlei betraut.
Eine klare Rollenverteilung
Für die digitale Transformation wurden laut Mitteilung aus dem Rathaus drei Organisationseinheiten bestimmt, die eine zentrale Querschnittsfunktion innerhalb der Verwaltung einnehmen: das Kompetenzzentrum Digitale Verwaltung (CCDV), das Amt für Informatik und Organisation (AIO) sowie das Personalamt. Ihre Aufgabe besteht darin, alle Ämter und Gerichte der Verwaltung in der konkreten Umsetzung zu unterstützen.
Das CCDV übernimmt die Rolle der Transformationskoordination: es verbindet und berät, indem es Fachkompetenz einbringt, notwendige Vernetzung sicherstellt und relevante, neue Entwicklungen systematisch verfolgt. Das AIO übernimmt die Expertenrolle für Informations- und Kommunikationstechnik (IKT): es stelle aktuelle IKT-Kompetenz zur Verfügung und sorge für technologische Grundlagen der digitalen Transformation, heisst es weiter. Das Personalamt schliesslich kümmert sich um die Personalentwicklung im Bereich der Digitalisierung. Es nehme eine zentrale Rolle in der Förderung zeitgemässer Arbeitsweisen und Kooperationsformen ein.
Kleine Schritte sind geplant
Innerhalb der drei Organisationseinheiten kommt es zu einer Umverteilung von Ressourcen: 160 Stellenprozente des CCDV gehen ans AIO (100 Prozent) und Personalamt (60 Prozent). Dies mit dem Ziel, die interne Kommunikation und Zusammenarbeit zu stärken. Angesichts der finanziellen Lage des Kantons soll die digitale Transformation in den nächsten Jahren «in kleinen Schritten » angegangen werden. Um Wirkung zu erzielen, werden alle Aktivitäten klar und strategisch priorisiert. Eine Überprüfung der neuen Organisation ist 2028 geplant.
