Am 13. März kommts in der Kirche Mümliswil zur Uraufführung des Jodelliedes «Dr Wätterschmöcker». Kein Zufall also, dass die Guldenthaler Jodler an diesem Abend einen der sechs Muotathaler Wetterschmöcker persönlich begrüssen dürfen.
«Osterhasen müssen Schneeschuhe montieren »: So lautet eine der kultigen Aussagen aus dem Mund der Muotathaler Wetterschmöcker. Einen von ihnen, Roman Ulrich, genannt «Jöri», werden die Guldenthaler Jodler – sie schreiben sich effektiv mit «h» – an ihrem Frühlingskonzert am Freitag, 13. März, in der katholischen Kirche in Mümliswil als Gast begrüssen dürfen.
Jöri ist einer der sechs Muotathaler Wetterschmöcker. Seine Referate sind gefragt und im Guldental wird er, eingebettet ins Frühlingskonzert der Jodler, über seine fünf Wetterpropheten und deren Geheimnisse sprechen – und natürlich auch über sich selbst. Ulrich stützt sich dabei auf die Bauernregeln, sprich: Wie ist die Fellbeschaffenheit und wo der Aufenthaltsort von Rehen, Gämsen und Füchsen und deren Verhalten? Wann knistert es im Bart (was auf Schnee hinweist)? Wie verhält es sich mit dem Moos an den Bäumen? Wie verhalten sich die Mäuse? Sind die Brennnesseln hoch, dann gibt es viel Schnee im Winter. Ein weiterer Indikator ist das Verhalten von Regenwürmern, Tauben oder Mistfliegen.
Terzett mit Engelsstimmen
Das Jodelterzett «Chrimafrä» betrachtet seine Auftritte als Ausgang und rundet das Frühlingskonzert mit den Engelsstimmen der drei Frauen ab. Sie treten schon mal barfuss auf. Ihre Lieder müssen Tiefgang haben. «Lumpeliedli» gingen gar nicht, sagen sie. Weinen dürfe man, aber auf gar keinen Fall Witze erzählen. Sie sind schon – potztusig – bei «Potzmusig» aufgetreten.
Frühlingskonzert mit Kollekte unter Leitung von Andreas Stalder am Freitag, 13. März, 19.30 Uhr in der Kirche Mümliswil. Parkplätze: Kätzlimatt oder Coop.
