Ein Bild bleibt im Kopf: Zwei Hände nebeneinander – die eine jung, die andere gezeichnet vom Leben. Darunter der Satz: «Es ist nur eine kurze Reise, geniesse sie!» Keine Erklärung, kein Pathos. Und doch sagt er alles.
Im Alltag fühlt sich diese Reise selten kurz an. Sie ist dicht, vollgepackt, unaufhörlich in Bewegung. Wir planen, organisieren, optimieren – und irgendwo dazwischen suchen wir ein bisschen Glück. Meist knüpfen wir es an Äusseres: Geld, Anerkennung, Erfolg, ein funktionierendes Umfeld. Alles nachvollziehbar – und doch fragil.
Ein Gedanke aus der buddhistischen Lehre öffnet eine nüchterne Perspektive: Glück, das an Bedingungen hängt, hält nur so lange, wie diese bestehen. Geht etwas verloren, beginnt die Suche von Neuem.
Die Alternative klingt unspektakulär: weniger im Aussen, mehr im Innern. Nicht als Rückzug, sondern als stiller Halt. Viele finden ihn nicht auf Meditationskissen, sondern draussen, in der Natur. Beim Gehen, Schauen, Atmen. Dort, wo nichts bewertet oder optimiert werden muss.
Die Hände im Bild zeigen keine Erfolge oder Versäumnisse, sondern gelebte Zeit. Gerade in Tagen, in denen tragische Ereignisse Menschen berühren, wird einem bewusst, wie kostbar diese Zeit ist – besonders, wenn sie aus möglichst vielen glücklichen Momenten besteht, die wir bestenfalls mit unseren Lieben teilen durften.
Worin liegt Ihr Glück dieser kurzen Reise?
Theoretisch wüsste die Autorin, was sie bevorzugen würde. Praktisch verlangt der Alltag ein Mitspracherecht – sie übt, ihm nicht ständig das Feld zu überlassen.
