Im Oltner Haus der Museen findet am nächsten Montag ein Vortrag des Historischen Vereins des Kantons Solothurn statt. Thema: Aufstieg und Niedergang der Waffenfabrik Solothurn.
Die Waffenfabrik Solothurn AG stellt ein spannendes Beispiel der Schweizerischen Zeitgeschichte dar. Der Leiter des Museums Altes Zeughaus und Historiker MA, Adrian Baschung, wird am 23. Februar im Haus der Museen die wichtigsten historischen Stationen der in Zuchwil ansässigen Waffenfabrik umreissen. 1929 in den Hallen einer ehemaligen Patronenfabrik gegründet, war die Waffenfabrik aus der deutschen Schattenrüstung der Zwischenkriegsjahre entsprungen, namhaft gefördert und gestützt durch ein Netzwerk lokaler und internationaler Institutionen und Persönlichkeiten.
Als Tochterfirma der deutschen Rheinmetall AG war der Solothurner Betrieb vor allem eine Entwicklungsstätte für Infanteriewaffen. Der Zweite Weltkrieg bescherte der Fabrik Aufschwung und Misere zugleich. Nach dem Krieg geriet das Unternehmen auf die Schwarze Liste der Alliierten und musste liquidiert werden. Auch das Netzwerk aus Politik, Wirtschaft, Militär und Gesellschaft wird skizziert, welches es möglich machte, ein deutsches Rüstungsunternehmen in der neutralen Schweiz zu betreiben.
Montag, 23. Februar, 19.30 Uhr, Haus der Museen, Olten.
