Caritas Solothurn lädt von Juni bis September zu szenischen Rundgängen in Olten ein, erstmals am 24. Juni. «Päch gha!» macht den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit erlebbar und eröffnet Perspektiven auf oft unsichtbare Lebensrealitäten.
Gesund zu sein und in finanzieller Sicherheit leben zu können, ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Menschen erwarten nicht, dass ein Schicksalsschlag sie plötzlich in die Armut führen kann. Gleichzeitig fehlt oft das Bewusstsein, wie stark Armut die Gesundheit beeinträchtigt: Finanzielle Unsicherheit und belastende Lebensbedingungen wirken sich häufig auf das körperliche und psychische Wohlbefinden aus. Die Mitarbeitenden der Sozialberatungen von Caritas Solothurn erleben diese Zusammenhänge wiederholt in ihren Beratungsgesprächen.
Auf dem Rundgang «Päch gha!» wird das Publikum über verschiedene Szenen, Bilder und Statements an das Thema herangeführt und erlebt hautnah, was es heisst, von Armut betroffen zu sein. Eine Fachperson von Caritas Solothurn führt das Publikum durch den Rundgang. Er verspricht bewegende Momente, die den Blick schärfen, Hintergründe erkennen lassen und neue Perspektiven eröffnen.
Neun öffentliche Rundgänge
Die Rundgänge werden im Auftrag des Gesundheitsamtes des Kanton Solothurn im Rahmen des Pilotprogramms «Armut und Gesundheit – ein Kontinuum» durchgeführt. Das Stück wurde von Regisseurin Joëlle Anina Müller und Autor Hannes Leo Meier gemeinsam mit den Schauspielenden entwickelt. Unterstützt wird das Projekt unter anderem durch den Kanton Solothurn, den Lotteriefonds, den Armenverein der Stadt Solothurn und Caritas Schweiz. Es werden neun öffentliche, rund einstündige Rundgänge in den Städten Olten und Solothurn durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos, mit freiwilliger Kollekte.
In Olten findet der erste Rundgang am Mittwoch, 24. Juni, um 19 Uhr statt. Der Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.
Infos und Reservation: caritas-solothurn.ch