Das 800-Jahre-Gunzgen-OK (von links): Hansjörg Steiner, Michael Orlando, Roman Lachmuth, Regula Keller, Marc Schmid, Adrian Marbet, OK-Präsident Roland Fürst, Daniel Biedermann, Reto Buser, Hansruedi Krähenbühl und Marco von Arx.

Der Gipfel der Feierlichkeiten

Die 800-Jahr-Festivitäten in Gunzgen erleben vom 21. bis 23. August ihren Höhepunkt

Eigentlich feiern sie in Gunzgen das ganze Jahr über ihren 800. Geburtstag. Am übernächsten Wochenende aber gehts gleich an drei Tagen so richtig rund: Mit vier Konzerten, Umzug, Talk, Jassturnier, Jahrgängertreffen und noch so einigem mehr.

Auch Gunzgen gehört zu den Gemeinden in der Region, die heuer ihr 800-jähriges Bestehen feiern dürfen – sie tun dies im Untergäu allerdings definitiv ausgiebiger als andernorts. Das historische Ereignis wird während des ganzen Jahres mit einer Vielzahl von festlichen Aktivitäten und Anlässen begangen. Mit sogenannten «ohnehin-Anlässen», die zusätzlich festlich gewürzt würden, wie OK-Präsident Roland Fürst genüsslich anmerkt. Events also, die sowieso in der Dorfagenda stehen und nun noch mit einer Jubiläumsnote versehen werden.

In diese Kategorie gehört das Festwochenende vom 21. bis 23. August ganz bestimmt nicht, wie auch Fürst sagt. «Es ist dies ganz klar der Höhepunkt unserer Feierlichkeiten, auch für mich persönlich.» Das will was heissen für einen, der nun seit rund zwei Jahren intensiv an der Arbeit ist und dabei unter anderem eine Festschrift zum Jubiläum verfasst hat. Ein knapp 150-seitiges Buch, das er weniger als historisches Werk versteht, sondern vielmehr als Momentaufnahme der Gemeinde, «mit besonderem Augenmerk auf die Visualisierung unseres schönen Dorfes», wie er im Vorwort schreibt.

Umzug als persönliches Highlight
Doch zurück zu den bevorstehenden drei schönsten Tagen im Jahr für die Gunzgerinnen und Gunzger. Ganz speziell freut Roland Fürst sich auf den Umzug am Samstag. Nicht mehr zeitgemäss? Mitnichten! 24 Gruppen und insgesamt rund 500 Personen werden auf der Route auf der Allmendstrasse zu bestaunen sein. Dorfvereine, Schulen, Feuerwehr. Aber auch zwei auswärtige Vereine, mit dem Tambourenverein Laupersdorf-Thal und der Berittenen Artilleriemusik Solothurn.

Die Feierlichkeiten werden am Freitagnachmittag mit einem Jahrgängertreffen eingeläutet. Pro Jahrgang hat das OK eine Ansprechperson gesucht, welche die Jahrgängerinnen und Jahrgänger angeschrieben hat. Anmelden musste man sich nicht, im Zelt wurde ein entsprechender Sektor reserviert. «Das wird bestimmt zu einigen wunderbaren Wiedersehen kommen», ist Fürst überzeugt.

Weitere Highlights? Alle vier Konzerte, der Talk mit Sandra Boner am Sonntag. Am allermeisten aber freut den OK-Präsidenten das grosse freiwillige Engagement der Bevölkerung. «Das zeigt eben einmal mehr: Wir Gunzger halten zusammen!»

www.gunzgen800.ch


Das Programm

Freitag, 21. August
17.00 - 02.00 Festbetrieb
17.00 - 02.00 Jahrgängertreffen
19.30 - 21.30 Strawberry Jam
22.00 - 24.00 The Stone Bros

Samstag, 22. August
09.00 - 02.00 Festbetrieb
08.00 - 12.00 Jassturnier (Türöffnung ab 7.30)
14.00 - 15.30 Festumzug
16.00 - 17.00 Eröffnung Spielplatz
17.00 - 18.00 Kinderschminken
18.00 - 19.00 Grüüveli Tüüfeli 
21.00 - 23.30 VolXRoX 

Sonntag, 23. August
09.15 - 09.45 Ökumenischer Gottesdienst
09.50 - 10.00 Musikalische Einleitung Festakt (MG Gunzgen)
10.00 - 11.20 Festakt:
Moderation Sandra Boner, mit Ansprachen von Frau Landammann Susanne Schaffner, Gemeindepräsident Reto Müller und OK-Präsident Roland Fürst
11.20 - 11.30 Musikalischer Festaktabschluss (Jodlerklub Gunzgen-Olten)
11.30 - 17.00 Festbetrieb (Festzelt, Kaffeestube)

Jubiläums-Gemälde von Christoph R. Aerni

Explizit für das 800-Jahr-Jubiläum von Gunzgen hat Christoph R. Aerni ein Gemälde erschaffen. In seinem einzigartigen Stil erweckt er die Vergangenheit zum Leben und ermöglicht einen Blick zurück ins Jahr 1226. Das Unikat ist vom Künstler signiert und wurde mit Aquarell/Bleistift auf Papier kreiert.

Noch bis am Abend des 22. August läuft die Versteigerung dieses weltweit definitiv einzigartigen Gemäldes: Alle Infos auf gunzgen800.ch

Text: Wolfgang Niklaus & Bild: ZVG