Zweimal noch in diesem Jahr steht in der Egerkinger Martinskirche hochstehende Musik aus vergangenen Zeiten auf dem Programm. Am Sonntag, 13. September, lädt die Konzertreihe Musica Cordis zur nächsten Darbietung mit dem Ensemble «Der Musikalische Garten» ein. Das Quartett wird Triosonaten zum Besten geben.
Es gibt einige Gründe, weshalb die Konzertreihe Musica Cordis sich in den Jahren ihres Bestehens einen Namen in Musikerkreisen gemacht hat. Einer davon ist die herausragende Akustik in der Egerkinger Martinskirche, die auch von den hochkarätigen musikalischen Gästen regelmässig als «perfekt» taxiert wird, wie Katharina von Arx erzählt. Die Egerkingerin organisiert die Reihe nun schon in der sechsten Saison gemeinsam mit Márton Borsányi und Guilherme Barroso, beide selbst erstklassige Instrumentalisten. Die drei Konzerte vor der Sommerpause seien gut besucht gewesen und sie hätten erfreuliche Rückmeldungen erhalten, sagt von Arx – und zwar vom Publikum ebenso wie von den Musikerinnen und Musikern.
Am übernächsten Sonntag lancieren die drei die zweite Saisonhälfte mit Triosonaten von Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Gottlieb Goldberg und Johann Gottlieb Graun. «Der Musikalische Garten», so der Name des Ensembles, dessen Musiker sich während des Studiums kennenlernten, sorgte gleich nach seiner Entstehung für Furore und wurde innerhalb weniger Monate Preisträger von gleich fünf internationalen Wettbewerben. Kein Wunder, zählen ihre Tonträger laut Kritikern zu den «besten seit Jahren im Bereich der Kammermusik» und werden hochgelobt. Im Oktober vergangenen Jahres erschien die aktuelle CD «Der letzte Mund voll Süsse», mit weltlichen Kantaten und Instrumentalmusik. «Singbar, neu, lebhaft, natürlich» heisst das Programm, welches «Der Musikalische Garten» in Egerkingen mit zweimal Violine, Violoncello und Cembalo zelebrieren wird. Das Quartett wird am 13. September Triosonaten spielen, welche sich mit den besonders schönen und edlen Trios des Dresdner Hofs spielend messen können.
Klangbilder, die heute selten zu hören sind
Die Spielzeit 2026 von Musica Cordis beschliessen werden am 25. Oktober «Primary Colours». Das 2014 an der Schola Cantorum Basiliensis gegründete Ensemble unter der Leitung von Andrew Burn widmet sich der historisch informierten Aufführungspraxis und der Erforschung weniger bekannter ästhetischer Praktiken des 17. und 18. Jahrhunderts. In der Verbindung von Blas-, Streich- und Zupfinstrumenten entstehen Klangbilder und Instrumentalkombinationen, die für ihre Komponisten selbstverständlich gewesen wären, heute jedoch selten zu hören sind. Mit dem Programm «Plectrum Musicum» wird das Ensemble in Egerkingen die weitreichende Wirkung der frühen Instrumentalsonaten von Giovanni Legrenzi nachzeichnen und zeigen, wie eine einzige venezianische Publikation Komponisten wie Buchner und Rosenmüller prägte.
Musica Cordis am Sonntag, 13. September, um 17 Uhr in der Kirche St. Martin in Egerkingen:
Konzert «Singbar, neu, lebhaft, natürlich», Der Musikalische Garten.
Eintritt frei, Kollekte.
Infos: www.musicacordis.ch