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«Unser Ziel ist es, eine gemütliche und festliche Atmosphäre zu schaffen», sagt der neue Vereinspräsident.

Gemeinsam eine gute Zeit geniessen

Die Chappeler Chilbi findet erstmals unter der Führung von Fabian Baumann statt

Nach der 50. Ausgabe der Chilbi in Kappel im vergangenen Jahr geht der Traditionsevent unter neuer Führung ins nächste halbe Jahrhundert. «Wenn alle Besucherinnen und Besucher mit einem Lächeln heimgehen, wäre dies für mich das perfekte Fazit», sagt Vereinspräsident Fabian Baumann.

Der Satz seiner Frau ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Als diese Ende Februar auf Facebook einen Beitrag sah, in welchem ein neuer Präsident für die Chappeler Chilbi gesucht wurde, machte sie Fabian Baumann darauf aufmerksam: «Das ist deine Chance, etwas für die Gemeinde zu machen.» Zwar ist Baumann mit seiner Familie erst 2019 aus dem Aargau nach Kappel gezogen, die Chilbi dort besuchte er aber schon in jungen Jahren immer gerne. «Und ich fühle mich heute auch sehr wohl in der Gemeinde.»

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Ein vertrautes Bild am Traditionsanlass in Kappel. Täglich einmal wird ein Kinderchor ­auftreten, zudem wird eine Brassband für Livemusik sorgen.

Also begann er, sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, Verantwortung für den Anlass zu übernehmen, der weit über ein normales Fest hinausgeht und für Kappel eine ebenso schöne wie wichtige Tradition ist. Mehrere Gespräche mit der vormaligen Präsidentin Arzu von Arb bestärkten ihn im Entscheid, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen. Am 25. März dieses Jahres wurde Fabian Baumann an einer ausserordentlichen Generalversammlung zum Präsidenten der Chappeler Chilbi gewählt. Dass seine Vorgängerin ihm ihre Unterstützung zusicherte und sie heuer ihre Erfahrung zur Verfügung stellt, erleichterte den Entscheid. Überhaupt habe ihn der gesamte Vorstand gut aufgenommen.

Eine kurze und sehr intensive Vorbereitungszeit
Aufgrund der Vorgeschichte war die Vorbereitungszeit für die 51. Ausgabe der Chilbi in Kappel kürzer als sonst. Umso wichtiger seien besagte gute Zusammenarbeit und eine klare Organisation gewesen, erzählt Baumann. «Eine Chappeler Chilbi dieser Grösse entsteht nicht einfach von alleine.» Hinter den Kulissen stecke sehr viel Arbeit, die für die Besucherinnen und Besucher oft gar nicht sichtbar sei. Standplätze, Zufahrten, Strom- und Wasseranschlüsse, Lieferungen, Transporte sowie der gesamte Auf- und Abbau müssen organisiert und koordiniert werden. Auch die Sicherheit spielt eine zentrale Rolle, wie der neue Präsident betont. So müssen Rettungs- und Fluchtwege jederzeit frei bleiben, die Besucherströme berücksichtigt werden und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen und den vielen Helferinnen und Helfern muss funktionieren. Zu den wichtigen Aufgaben gehören auch der Verkehr und die Parkplätze, stehen doch für die Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto anreisen, verschiedene Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

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Diese Gruppe stellt die diesjährige Chappeler Chilbi auf die Beine (von links): Arzu von Arb (die ehemalige Präsidentin unterstützt den Vorstand dieses Jahr), Pascal Flückiger (Infrastruktur), Tanja Aerni (Werbung/Marketing), der neue Präsident Fabian Baumann, Marco Fankhauser (Finanzen), Stefan Enderlin (Sicherheit/Verkehr), Anja Schmidt (Aktuarin) und Beat Schmidlin (Nachbarschaftspflege).

«Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Sauberkeit und Abfall», erklärt Baumann. Es brauche genügend Abfalleimer, regelmässige Kontrollen und eine gründliche Reinigung während und nach dem Fest. Dazu kommen Bewilligungen, Toilettenanlagen, Versicherungen, Helferplanung und die Koordination mit den Vereinen und Partnern. Kurz: Die eigentliche Chilbi ist «nur ein Teil der gesamten Arbeit», so Baumann. Im Hintergrund brauche es sehr viele Helferinnen und Helfer. Ihnen allen gebühre ein herzliches Dankeschön.

Der Event lebt von Begegnungen
Für die Besucherinnen und Besucher soll die Chappeler Chilbi an diesem Wochenende vor allem eines sein: ein abwechslungsreiches, gemütliches und schönes Fest für Jung und Alt. Verschiedene Essensstände bieten laut dem Präsidenten für jeden Geschmack etwas, der Lunapark sei sowieso unverzichtbar. Täglich einmal wird ein Kinderchor auftreten, für die Musik sorgt ausserdem eine Brassband mit Livemusik. Fabian Baumann: «Unser Ziel ist es, eine gemütliche und festliche Atmosphäre zu schaffen, in der man gutes Essen geniessen, Musik hören, Freunde treffen und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen kann.»

Wenn alle Besucherinnen und Besucher mit einem Lächeln heimgehen, wäre dies für den Chilbichef das perfekte Fazit am Sonntagabend. «Eine Chilbi lebt von den Menschen, die sie besuchen. Sie lebt von Begegnungen, guten Gesprächen, neuen und bekannten Gesichtern und natürlich von viel Lachen.» Die Vereine investierten enorm viel Zeit in die Vorbereitung, umso wichtiger sei es, sie mit dem Chilbi­besuch zu unterstützen, das Angebot zu geniessen und sich von der Chilbi­stimmung in Kappel anstecken zu lassen.

Chappeler Chilbi
Samstag, 5. September: 15 bis 4 Uhr
Sonntag, 6. September: 11 bis 23.30 Uhr

Text: Wolfgang Niklaus & Bild: ZVG