Der Himmel verdunkelte sich und starke Böen liessen leichte, nicht befestigte Gegenstände aufwirbeln. Bäume, deren Blätter durch Wassermangel schon gefärbt waren, gaben diese dem Wind preis. Bald stellte sich Regen ein, der sich peitschend über die Landschaft ergab und immer heftiger wurde, bis er sich schliesslich in Hagel umwandelte. Die Körner wuchsen an und schlussendlich flogen golfballgrosse, weisse Körner vom Himmel.
Es war Weltuntergangsstimmung. Es entzieht sich meiner Erinnerung, jemals so etwas erlebt zu haben. Ich hatte Glück, ausser zerstückelten Pflanzen im Garten und ein paar Dellen am Auto trug ich nirgends Beschädigungen davon. Aber als ich am Tag danach ins Thal fuhr und die Folgen des Unwetters ersichtlich waren, traf mich fast der Schlag. Zwischen Aedermannsdorf und Herbetswil hatte es ein Sonnenblumen- und ein Maisfeld. Diese sahen aus wie niedergewalzt. Ein schreckliches Bild. Häuser wurden abgedeckt. Solarpaneels auf den Dächern zertrümmert. Fassaden gelocht. Ganze Bäume lagen entwurzelt am Boden. Ernten vernichtet.
Das Unwetter hat nicht nur im Thal grossen Schaden angerichtet, sondern in der ganzen Nordwestschweiz für grosse Einbussen gesorgt. Die Landwirtschaft leidet, insbesondere nach diesem trockenen Sommer. Die Verluste müssen irgendwie ausgeglichen werden.
Es wäre wohl besser gewesen, wenn man anstelle der Unterstützung einer absehbar zum Scheitern verurteilten Initiative einzelnen Bauernbetrieben finanzielle Nothilfe gewährt hätte.