Schiessanlagen Region Olten: Hägendorf
Die Schiessanlage Gnöd in Hägendorf ist eine der acht Anlagen, die voraussichtlich bis Juli 2027 saniert werden.

Die Böden werden von Schadstoffen befreit

Bis Juli 2027 saniert der Kanton Schiessanlagen in Hägendorf, Olten, Wangen bei Olten und Starrkirch-Wil

Der Kanton Solothurn saniert seit 2019 Schiessanlagen mit belasteten Böden. Derzeit laufen die Arbeiten für die 6. von insgesamt 19 Sanierungsetappen: in Hägendorf, Starrkirch-Wil, Olten und Wangen bei Olten.

Auf dem Gelände von Schiessanlagen gelangen durch die Geschosse Schadstoffe in die Umwelt. Im Kanton Solothurn gibt es aktuell 190 aktive und stillgelegte Schiessanlagen. Durch den meist jahrzehntelangen Schiessbetrieb ist bei allen Kugelfängen der Boden massiv mit Blei und Antimon belastet. Beide Stoffe sind giftig und können Menschen, Tiere und die Umwelt gefährden. Die Schadstoffe können ins Grundwasser oder in Gewässer eindringen oder über Boden und Pflanzen in die Nahrungskette gelangen.

Das Amt für Umwelt saniert seit 2019 etappenweise in insgesamt 20 Sanierungsregionen die sanierungsbedürftigen Schiessanlagen im Kanton Solothurn. Eine Sanierungsregion enthält zwischen acht und 15 Anlagen. In fünf Sanierungsregionen wurden bereits 61 Anlagen erfolgreich instandgesetzt. Bis 2039 sollen die Böden sämtlicher sanierungsbedürftiger Anlagen saniert sein, teilt die Staatskanzlei mit.

Aktuell laufen die Sanierungsarbeiten bei den acht Anlagen der Gemeinden Hägendorf, Starrkirch-Wil, Olten und Wangen bei Olten. Diese dauern voraussichtlich bis Juli 2027. Danach dürfen bei den aktiven Schiessanlagen nur noch moderne Kugelfangsysteme nach neuestem Stand der Technik eingesetzt werden. Bei diesen gelangen laut Kanton nahezu keine Schadstoffe mehr in die Umgebung.

Sanierungsregion 6
Übersicht der Sanierungsregion 6, die einzelnen Standorte sind rot markiert.
Text: MGT & Bilder: ZVG