Die Gruppe war etwas kleiner als sonst, nicht aber die Motivation: Ausgerüstet mit Schutzhandschuhen, Heugabeln und Heckenscheren erklommen Mitglieder des Rotary Club Olten-West und der Stiftung Born den Steilhang im Gebiet Ruttigen.
Sie räumten weg, was entlang des Waldrandes an Dornengestrüpp gemäht worden war, und schnitten zurück, was dem Balkenmäher entwischt war. Auch aus dem Wald heruntergerollte Steine entfernten sie, um Wachstum und Beweidung zu erleichtern. Sinn und Zweck solcher Arbeiten ist es, den Waldrand und die Verwilderung von naturnah bewirtschafteten Weidegebieten in Schach zu halten.
Teil dieses Hands-on-Einsatzes ist jeweils auch ein Kurzreferat einer Fachperson, dieses Mal von Noah Manohar, Kreisförster Olten-Gösgen und Präsident der Stiftung Born. Er erklärte den Helferinnen und Helfern, wie die verschiedenen Baumarten mit der aussergewöhnlichen Trockenheit dieses Sommers umgehen, wie unterschiedlich deren «Strategien» sind und warum es dieses Mal für viele schlicht zu viel war. Manohar rechnet mit mittel- und langfristigen Schäden und dem erneuten Befall durch Borkenkäfer.
Genau solche Erkenntnisse und das Gefühl, die komplexen Zusammenhänge in der Natur etwas besser zu verstehen, machen dieses Leuchtturmprojekt so wertvoll für den Rotary Club Olten-West. Er unterstützt damit die «Stiftung Born der Portlandcementwerk AG Olten» über mehrere Jahre finanziell und mit Hands-on-Einsätzen. Als Nächstes sei der Bau eines Weihers geplant, heisst es in der Mitteilung an die Medien.