Die Kantonspolizei Solothurn und das Kommando Cyber der Schweizer Armee haben eine Kooperation im Bereich der Ausbildung von militärischen Cyberspezialistinnen und -spezialisten gestartet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Wissenstransfer im Bereich der Cyber-Sicherheit zu fördern, Synergien zu nutzen und den praxisorientierten Austausch zwischen militärischen und polizeilichen Fachstellen zu stärken.
Seit 2018 bildet das Kommando Cyber Armeeangehörige zu militärischen Cyberspezialistinnen und -spezialisten aus. Ein zentraler Bestandteil dieser Ausbildung ist ein zwölfwöchiges Praktikum, das sowohl intern im Kommando Cyber wie auch ausserhalb der Armee durchgeführt wird. Die externen Praktika werden bei kritischen Infrastrukturen sowie Partnern aus dem Sicherheitsverbund Schweiz durchgeführt. Ab sofort bietet die Kantonspolizei Solothurn als Kooperationspartner Praktikumsplätze in der Ermittlungsunterstützung (ErmU) an, wie die Kapo am Montag mitgeteilt hat.
Die Kooperation wurde im Rahmen der strategischen Ausrichtung der Ermittlungsunterstützung 2026–2029 initiiert. Diese sieht die Stärkung der Zusammenarbeit mit externen Partnern sowie den gezielten Wissens- und Erfahrungsaustausch in sicherheitsrelevanten Themenfeldern vor.
Lehrgang dauert 40 Wochen
Der Cyber-Lehrgang der Schweizer Armee dauert rund 40 Wochen und wird zweimal jährlich im Rahmen der Rekrutenschule durchgeführt. Für die Kantonspolizei Solothurn bietet die Zusammenarbeit laut Mitteilung die Möglichkeit, aktuelle technische Entwicklungen aus dem militärischen Umfeld in die polizeiliche Praxis einfliessen zu lassen und den gegenseitigen Wissenstransfer zu fördern. Der erste Armeeangehörige hat in diesen Tagen sein Praktikum begonnen. Weitere Durchgänge sind vorgesehen.
