Die Gäuer Spielleute blickten an ihrer Generalversammlung zurück und bereits wieder nach vorn. Im September folgt das Kick-Off-Meeting für das Projekt 2027. In dessen Zentrum stehen wird Metzina Wächter.
Präsidentin Martina Stöckli blickte auf ein erfolgreiches Projekt zurück. Das Freilichttheater «WillKammen in Mümliswil » stiess auf reges Interesse und erntete viel Lob. In Erinnerung bleiben bestimmt die hektischen Kostümwechsel, denn es gab viele Doppel- und Mehrfachrollenbesetzungen. Das Projekt wurde einmal mehr durch tausende Stunden Freiwilligenarbeit und grosszügige Sponsorenbeiträge ermöglicht. Koordiniert wurde es ein letztes Mal von Irma Stöckli. Sie ist leidenschaftlich, zuverlässig und packt überall mit an. Mit ihrem Organisationstalent und ihrem ansteckenden Enthusiasmus führte sie das Team in den letzten sechs Jahren durch dick und dünn. Nun verlässt sie den Vereinsvorstand und gibt die Projektleitung an Anett Müller ab. Zum Dank für ihren unermüdlichen Einsatz wurde sie zum Ehrenmitglied gewählt.
Nicht zuletzt durch das erfolgreiche Anwerbe-Projekt «Neue Gäuer Spielleute» konnten neun Neumitglieder rekrutiert werden, während zwei Austritte zu verzeichnen sind.
Bis im September steht das Drehbuch
Die Zukunft führt die Gäuer Spielleute ins 14. Jahrhundert, in die Zeit der alten Eidgenossenschaft. Dem Vorstand wurden sechs Themen vorgeschlagen. Zu den drei vielversprechendsten trug Christoph Schwager Hintergrundinfos zusammen, die als Entscheidungsgrundlage dienten. Neben der historischen und regionalen Relevanz sollte sich das Thema für den Einsatz von Lichtprojektionen eignen. Diese werden dem Projekt 2027 eine frische Note verleihen. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Metzina Wächter, die Wetterhexe von Olten. Als 1383 Berner und Solothurner Truppen Olten belagerten, rief Graf Berchtold von Kyburg Wächter zu Hilfe. Er bot ihr im Gegenzug an, sie nicht als Hexe zu denunzieren. Sie beschwor ein grosses Unwetter herauf, das die Belagerer zum Abzug zwang. Kurz danach wurde sie der Hexerei angeklagt. Dank der Fürsprache einflussreicher Frauen entging sie dem Scheiterhaufen, musste aber die Region verlassen.
Hausautor Christoph Schwager ist derzeit mit Recherche beschäftigt. Bis zum Kick-Off-Meeting am 4. September soll das Drehbuch stehen.
