A1 Härkingen
Stau bei der Verzweigung Härkingen. Dies wiederum sorgt regelmässig für massiven Ausweichverkehr in den umliegenden Dörfern.

Verkehr für die Zukunft fit machen

Der Regierungsrat hat das Gesamtverkehrskonzept Olten-Gäu genehmigt

Der Regierungsrat hat den Schlussbericht zum Gesamtverkehrskonzept Olten-Gäu mit dem darin enthaltenen Umsetzungsplan genehmigt. Das Konzept legt die strategische Stossrichtung für die Verkehrsentwicklung im Raum Olten-Gäu bis 2050 fest und umfasst Massnahmen für alle Verkehrsträger.

Das Verkehrsnetz im Raum Olten-Gäu ist bereits heute stark belastet. Zudem bestehen zahlreiche verkehrsrelevante Vorhaben, unter anderem im Zusammenhang mit güterverkehrsintensiven Anlagen. Vor diesem Hintergrund hat das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau ein Gesamtverkehrskonzept mit Zeithorizont 2050 erarbeitet. Es baut unter anderem auf der Studie «Verkehrsanbindung Agglo Olten» aus den Jahren 2022 und 2023 auf.

Das Gesamtverkehrskonzept sei in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Untersuchungsraum erarbeitet worden, teilt die Staatskanzlei mit. Flankiert wurden besagte Arbeiten durch eine fachliche Begleitgruppe mit Vertretungen der Bauverwaltungen sowie durch eine Informationsgruppe mit den Gemeindepräsidien. Auch regionale Interessenverbände und kantonale Fachstellen wurden in die Erarbeitung einbezogen. Das Konzept stimmt die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung gemeindeübergreifend ab. Ziel ist es, den Verkehr in den Siedlungsräumen verträglich abzuwickeln, die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Verkehrsnetzes zu verbessern, den Güterverkehr zu lenken und den motorisierten Individualverkehr soweit möglich auf flächensparende Verkehrsmittel zu verlagern.

Verschiedene Umfahrungen in der Region stehen im Fokus
Der Umsetzungsplan des Gesamtverkehrskonzeptes Olten-Gäu umfasst kantonale und kommunale Massnahmen in den Bereichen Fuss- und Veloverkehr, öffentlicher Verkehr sowie Güterverkehr. Zu den wichtigsten Massnahmen gehören die Entlastung beziehungsweise Umfahrung Hägendorf–Rickenbach (ERO+), die Umfahrung Oberbuchsiten, das Gesamtverkehrsprojekt Oensingen, der Ausbau des Verkehrsmanagements im Raum Olten sowie Massnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Kreisels Hausimoll in Egerkingen.
Im Fuss- und Veloverkehr ist unter anderem eine hochwertige Veloroute zwischen Olten und Oensingen vorgesehen. Im öffentlichen Verkehr sollen die Verkehrsdrehscheiben Olten und Oensingen weiterentwickelt und der Bahnhof Hägendorf als Umsteigeknoten aufgewertet werden. Im Güterverkehr ist ein Konzept zur Bündelung des Schwerverkehrs auf geeigneten Strassenachsen geplant.

Der Umsetzungsplan zeigt gemäss Mitteilung des Kantons Prioritäten, Reihenfolge und Umsetzungsschritte für den Zeitraum 2026 bis 2050 auf. Die Umsetzung stehe unter dem Vorbehalt der rechtlichen Verfahren, der Finanzierungsbeschlüsse sowie der verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen.

Stetige Weiterentwicklung
Das Amt für Verkehr und Tiefbau wird die kantonalen Verkehrsmassnahmen gemäss Umsetzungsplan weiterentwickeln, mit den betroffenen Gemeinden und Fachstellen koordinieren und die erforderlichen Beschlüsse vorbereiten. Zu den nächsten Schritten gehören ergänzende Abklärungen zu den Umfahrungsprojekten Hägendorf–Rickenbach und Oberbuchsiten. Die Abklärungen zu diesen beiden Projekten bilden die Grundlage, um die entsprechenden Finanzierungskredite für die Projektierung 2027 bewilligen zu können.

Text: MGT, ANZ & Bild: ALA