Die kantonale Lebensmittelkontrolle im Gesundheitsamt hat 2025 total 1595 Kontrollen durchgeführt und rund 3850 Proben untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine wirksame Überwachung notwendig bleibt. So wurden laut Jahresbericht 101 Strafanzeigen wegen schwerwiegender Verstösse eingereicht, 15 Betriebe wurden vorübergehend geschlossen.
Die Lebensmittelkontrolle führte im vergangenen Jahr insgesamt 1595 Kontrollen in Lebensmittelbetrieben im gesamten Kantonsgebiet durch. Kontrolliert wurden Restaurants, Imbissbetriebe, Metzgereien, Bäckereien, Detailhandelsgeschäfte sowie zahlreiche weitere Betriebe. Die Kontrollergebnisse zeigen laut Mitteilung der Staatskanzlei, dass die Mehrheit der Betriebe ihre Verantwortung gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten erfüllt. Gleichzeitig sei die Lebensmittelkontrolle aber auch vermehrt mit anspruchsvollen Fällen konfrontiert, die umfangreiche Abklärungen und einen konsequenten Vollzug erforderten, heisst es in der Mitteilung weiter.
Qualitative Verschlechterung in Teilen der Lebensmittelbranche
Die Behörde musste 153 Prozessverbote als Sofortmassnahme bei erheblichen Mängeln verfügen. Darüber hinaus wurden 101 Strafanzeigen aufgrund schwerwiegender Verstösse gegen das Lebensmittelrecht eingereicht. 15 Betriebe wurden im Berichtsjahr vorübergehend geschlossen, um die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten nicht zu gefährden. Dieser deutliche Anstieg der Betriebsschliessungen bestätige einen Trend, der sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet habe: In Teilen der Lebensmittelbranche sei eine qualitative Verschlechterung festzustellen.
Die Lebensmittelkontrolle hat 2025 in ihren Laboratorien auch 1390 Lebensmittelproben, 110 Duschwasserproben und 80 Badewasserproben untersucht. Für das Amt für Umwelt wurden zusätzlich 1956 Umweltproben untersucht.
Weiter hat die Lebensmittelkontrolle die Qualität von Trinkwasserversorgungen und öffentlichen Badeanlagen überwacht. Die grosse Mehrheit der Betriebe und der untersuchten Proben entsprach den gesetzlichen Anforderungen. Auch die Qualität der überwachten Badestellen in Seen und Flüssen – Aare, Emme, Burgäschisee – erwies sich als gut.
Neben der klassischen Lebensmittel- und Wasserüberwachung gewinnen Themen wie PFAS (Industriechemikalien), Chlorothalonil-Metaboliten und andere langlebige Schadstoffe zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig würden einzelne Vollzugsfälle komplexer und erforderten vertiefte Abklärungen sowie eine enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden. Seit 2023 gehört zudem auch die Kontrolle von Solarien zum Aufgabengebiet der Lebensmittelkontrolle.
Jahresbericht 2025: lmk.so.ch