39. Oltner Kabarett-Tage / Anzeiger Thal Gäu Olten
Das Duo «schön&gut» wurde 2014 mit dem Cornichon ausgezeichnet. Heuer zeigen sie ihr aktuelles Programm in Olten.

Fokus liegt auf dem politischen Kabarett

Die 39. Oltner Kabarett-Tage warten vom 29. April bis 9. Mai mit einem vielfältigen Programm auf

Die Kabarett-Tage sind «back to the roots»: 2026 steht das Festival im Zeichen von politischem Kabarett – mit scharfzüngiger Satire, klugen Fragen und viel Haltung. Geehrt wird der Freiburger Kabarettist Jess Jochimsen mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon: ein feinsinniger Beobachter, der politische Satire, poetische Texte, Musik und Dias zu einem leisen, aber treffenden Abend über unsere Gegenwart verbindet.

Rund 30 Veranstaltungen während elf Tagen – so sieht das Programm der Kabarett- Tage auch 2026 aus. Startschuss ist am 29. April mit der Verleihung des Cornichons an Jess Jochimsen. Er ist in Olten quasi «Stammgast» auf den diversen Bühnen (siehe Beitrag unten).

«Alte Hasen», aber auch die Jüngeren
Der Festival-Fokus liegt in diesem Jahr beim politischen Kabarett. So gibt es ein Wiedersehen mit den «alten Hasen» Christoph Sieber (Cornichon-Gewinner 2017), René Sydow oder Reiner Krönert. Aber auch die jüngere Generation ist vertreten mit Malarina, die erstmals am Festival auftritt. Und für die Turmrede kehrt die Satirikerin Lisa Catena kurz auf die kleinste Bühne der Welt zurück.

Auch der beliebte «Kabarett-Cocktail» ist in diesem Jahr politischer als auch schon: Teresa Reichl, Melanie Haupt und Renato Kaiser sind für den scharfen Mix verantwortlich.

Unter dem Stichwort «Kabarett meets Cartoon» findet am diesjährigen Festival ein Abend mit dem Schweizer Satire-Kollektiv «Petarde» statt: Cartoons und Comics werden bei dieser Gelegenheit auf Poetry Slam treffen.


… und viel Poetisches
Wer schon genug «Politsches G’stürm» via Medien bekommt, findet natürlich auch alternative Programme: musikalisch mit Fee Badenius, Marco Tschirpke oder Judith Bach («Claire alleene»), und ganz ohne Musik mit Christoph Simon und dem Duo Ohne Rolf.

Neue und wenig bekannte Namen kann das Publikum wiederum an der «Wunschfeder» entdecken: Tino Bomelino, Franziska Wanninger und Gregor Stäheli. Die Anwesenden können an diesem Abend wünschen, wen sie gerne im Festival wieder sehen möchten. So wurden zum Beispiel Julia Steiner und Luca Maurizio gewünscht – sie zeigen im Mai ihre abendfüllenden Programme – und Teresa Reichl ist im Cocktail zu sehen.


Nebst der Wunschfeder tauchen weitere Namen erstmals im Festival-Programm auf, etwa die serbisch-österreichische Malarina, das Schweizerisch-Deutsche Duo «Hart auf Hart» und der deutsche Slam-Poet und Autor Quichotte. Zum ersten und gleichzeitig letzten Mal treten «touche ma bouche» am Festival auf: Es ist die Derniere ihrer Abschiedstournee.

Vorverkauf für Mitglieder ab 10. März, öffentlicher Vorverkauf ab 27. März. Vollständiges Programm und Tickets: www.kabarett.ch

Text: EMU & Bilder: ZVG