Applaus für die dreitägige Gewerbeausstellung in Balsthal: Bild vom Eröffnungsevent.

Der Zusammenhalt im Thal ist nicht zu toppen

Was ist das Beste aus dem Thal? Der Anzeiger hat sich am Eröffnungsanlass der MEGAThal26 umgehört

«s’Beschte us dr Region!»: Mit diesem Slogan haben die Verantwortlichen der MEGAThal26 die dreitägige Gewerbeausstellung in Balsthal beworben. Just diese Frage, was für sie ganz persönlich das Beste aus der Region Thal ist, wollte der Anzeiger TGO von einigen Gästen an der Eröffnung der Messe spontan beantwortet haben. Ein Wort wurde immer und immer wieder genannt: Zusammenhalt.

Für Oberamt-Vorsteher Stephan Berger, der den Eröffnungs-Talk moderierte, ist es die unglaubliche Solidarität im Thal und der Gemeinschaftswille, eine Gewerbeausstellung auf die Beine zu stellen. «Der Zusammenhalt, das intakte Vereinsleben und dass man einander hilft», sagt Erika Kohler. Sie muss es wissen, ist die OK-Sekretärin der Ausstellung doch eine gebürtige Ramiswilerin. Eine Thalerin ist auch Volkswirtschaftdirektorin Sibylle Jeker, ihre Antwort überrascht denn auch kaum: «Die Region als Ganzes!»

Ein Prosit auf eine erfolgreiche Messe: Moderator Stephan Berger mit Regierungsrätin Sibylle Jeker (links) und Erika Kohler vom OK-Sekretariat der MEGAThal.

Von der Schönheit des Thals und vom Privileg, im Naturpark arbeiten und leben zu dürfen, schwärmt Ernst Christ. Der Unternehmer und OK-Vizepräsident verweist auch auf das vielseitige Angebot in der Region. Und seine Gattin Lara Christ? Sie lobt den Zusammenhalt und den Willen, gemeinsam etwas erreichen zu wollen. «Und die Dorffeste!», fügt sie mit einem Schmunzeln an.

Stiessen auf das Privileg an, im Naturpark Thal leben und arbeiten zu dürfen – und auch zu feiern: Lara und Ernst Christ.

Frei von Neid zeigte sich das Gäu, zumindest Oensingens Gemeindepräsident Fabian Gloor. «Respekt, was die drei Thaler Gewerbevereine da alle drei Jahre auf die Beine stellen – eine Riesensache!» Er erwähnt den Holzbau als wichtigen Bestandteil des Thaler Handwerks. «Die positive Energie, die im Thal herrscht», lautet die Antwort von Sven Friesecke, Inhaber und VR-Präsident der Comax AG in Laupersdorf. Schlicht die zuverlässigen, hilfsbereiten Menschen, der einmalige Zusammenhalt. Sohn Lars Friesecke, Geschäftsführer des Unternehmens, preist das Handwerk an und dass sich hier für jeden etwas finden lasse. «Im Thal schaut man zueinander», ist er überzeugt.

Lars und Sven Friesecke von der Comax AG in Laupersdorf sowie Oensingens Gemeindepräsident Fabian Gloor schwärmten von der positiven Energie, die im Thal herrscht.

Für Fotografin Kathrin Brunner aus Laupersdorf ist klar: «Unsere intakte Natur ist nicht zu toppen!» Man könne im Thal alles draussen machen, auch mit Blick auf sportliche Aktivitäten wie Wandern oder Biken. Edgar Kupper zeigt auf den Teller vor ihm: «Dieses Raclette hier!», sagt der Kantonsrat und Geschäftsführer des Solothurner Bauernverbandes. Schliesslich seien die Produkte des Labels «So Natürlich» aus der Idee der vormaligen «Thaler Choscht» entstanden. Jessica Kathriner, Beraterin beim Verband, schliesst sich ihrem Chef an setzt noch einen drauf: «Wir haben super Landwirte im Thal!»

Die drei von der Raclettefront: Bauernverband-Geschäftsführer Edgar Kupper, flankiert von seiner Mitarbeiterin Jessica Kathriner (links) und Kathrin Brunner.

«Sie haben im Thal einen unglaublichen Zusammenhalt», weiss Sandra Huggenberger, für eben diese Region verantwortliche Inserateverkäuferin beim Anzeiger TGO. Die Menschen seien hier sehr verwurzelt in ihrem Daheim, als Inserateverkäuferin merke sie aber, dass sie sich durchaus öffnen könnten, sagt Claudia Leutwiler, ebenfalls vom Inserateverkauf des Anzeigers. «Ich finde das Thal auch landschaftlich schön.» Alessia Zarrilli, Lernende bei der Grico-Druck AG Welschenrohr, hakt ein – nicht, ohne auch den Zusammenhalt zu erwähnen. «Ich bin stolz, mit meinen italienischen Wurzeln in Balsthal aufgewachsen zu sein», sagt sie. Im Thal seien alle willkommen.

Schwärmen vom Zusammenhalt, der landschaftlichen Schönheit und der Willkommenskultur im Thal (von links): Sandra Huggenberger, Claudia Leutwiler und Alessia Zarrilli.

«Ganz klar der Zusammenhalt – und das sage ich als Fulenbacher, der seit einigen Jahren hier daheim ist», bekennt Eventunternehmer André Brönnimann, dessen Amt für Unterhaltung in Laupersdorf domiziliert ist. Es sei «richtig cool», im Thal zu leben und zu arbeiten. Was das Beste im Thal sei? Matthias Wälchli, Geschäftsführer von Wälchli Heizungstechnik in Rumisberg, hat darauf eine bestechende Antwort: «Die Menschen selbst!»

Zwei Unternehmer, die das Thal überaus zu schätzen wissen:
André Brönnimann (links) und Matthias Wälchli.

Das sieht Adrian Burkhard, Inhaber der Autocenter Burkhard AG in Niederbipp, genau gleich. «Es sind die Thalerinnen und Thaler, die diese Region so speziell machen», weiss er. Tariq Burkhard, sein Sohn und designierter Geschäftsführer, spricht vom «unglaublichen Miteinander», das in dieser Region stets herrsche.

«Es sind die Thalerinnen und Thaler, die diese Region so speziell machen»:
Adrian Burkhard vom gleichnamigen Autocenter und sein Sohn Tariq Burkhard.

Ein gutes Stichwort. Die Landfrauen Thal machten mit ihrem Auftritt an der MEGAThal ganz einfach nur beste Werbung in eigener Sache, mit all ihren leckeren, selbstkreierten Produkten. Bei ihrem Stand, den drei Vereine unter einem gemeinsamen Dach führten, hätte man sich einfach nur drei Tage lang durchfuttern können. Klar, waren sich die fünf Damen, die für den Anzeiger-Fotografen posierten, einig: «Unsere Produkte sind das Beste aus dem Thal!»

Sie boten am Stand der Landfrauen Thal allerlei Leckereien feil (von links):
Nadia Gelmi, Patricia Vögtlin, Tanja Trüssel, Regula Gygax und Regula Loosli.
Text: Wolfgang Niklaus & Bild: André Albrecht