«Gerade aus der Vogelperspektive ist sehr gut erkennbar, wie harmonisch unser Dorf im Aaregäu eingebettet ist», kommt Wolfwils Gemeindepräsident Georg Lindemann ins Schwärmen. «Wir sind klein genug, um überschaubar zu sein, aber auch gross genug, um ein lebendiges und attraktives Dorfleben bieten zu können», sagt er. Kein Wunder, hat der 58-Jährige auch schon öffentlich verlauten lassen, wenn er mal für zwei Wochen in den Urlaub fahre, habe er Heimweh.
Knapp 2500 Menschen leben im Dorf, dessen Name erstmals am 18. Juli 1266 in einer Urkunde erwähnt wird. Man kennt sich in Wolfwil, Gemeinderat und Bevölkerung unterstützen sich und ergänzen sich laut Lindemann gut. «Hier bei uns hilft man sich gegenseitig, und das ist nicht einfach nur eine Floskel». sagt der Vielbeschäftigte mit Überzeugung. Es sei ein Privileg, welches nicht jede Gemeinde geniesse. Ein wichtiges Stichwort für die Gemeindebehörde ist Transparenz. Diese will man unter anderem durch Infoveranstaltungen sicherstellen, die dann angesetzt werden, wenn im Dorf eine Veränderung ansteht.
Man erkennt laut Georg Lindemann auf den Fotos auch, dass Wolfwil nach wie vor naturverbunden in der Landschaft eingebettet ist. Von drei Seiten durchquere man zuerst Wald und Wiesenflächen, bevor man auf das Dorf treffe. Und südlich bietet die Aare die natürliche Grenze zum Kanton Bern. «Weder Lärm noch eine Autobahn stören die Woufeler», sagt Lindemann lachend. «Lärm entsteht hier bei uns nur beim Feiern…»
Sommerserie: Perspektivenwechsel
Ein Bild der Gemeinde aus der Vogelperspektive, vom Schulhaus, Gemeindehaus, der Kirche und vom Dorfbrunnen: Dies sind jeweils die Zutaten unserer diesjährigen Sommerserie im Anzeiger TGO, die wir am 16. Juli mit dem Beitrag über Kappel gestartet haben. Vergangene Woche war die Gemeinde Trimbach an der Reihe. Und heute das Aaregäu, mit der Gemeinde Wolfwil.