Südlich der Solothurnerstrasse ist die Industrie angesiedelt, nördlich davon entstehen Wohngebiete. Nordwestlich des Kreisels, am östlichen Dorfeingang, liegt das Gebiet Husmatt mit dem Rickenbacherhof.

Der Traum vom Dorfzentrum konkretisiert sich

Sommerserie Perspektivenwechsel (IV): Die Gemeinde Rickenbach

Um Verwechslungen mit anderen Gemeinden im Lande mit identischem Namen zu vermeiden, verwendet Rickenbach seit einiger Zeit offiziell das Kürzel SO. Dabei ist die Gemeinde ja eigentlich durchaus unverwechselbar, auch wenn Gemeindepräsident Fabian Aebi sagt, Rickenbach sei «ein ruhiges Dorf mit Themen, die andere auch beschäftigen». Ein grosses Thema aus Aebis Sicht ist eine lebendige, aktive Dorfgemeinschaft. «Umso mehr freut es mich, dass wir am vergangenen Freitag erstmals nach vielen Jahren wieder eine Bundesfeier ausgetragen haben», erzählt er. Auch das Frühlings-Apéro riche im Mai in der Mehrzweckhalle, mit einem Informations- und Gedankenaustausch, war mit 120 Rickenbacherinnen und Rickenbachern sehr gut besucht.

Die zu den kantonalen Kulturdenkmälern zählende St. Laurentius-Kapelle wurde bereits vor 1444 nachweislich erwähnt. Sie ist dem Dorfpatron, dem Heiligen Laurentius, gewidmet.

Fabian Aebi legt grossen Wert auf Innovation und die Weiterentwicklung von Wohn- und Unternehmer-Raum. Diesbezüglich nimmt das gemeindeeigene Gebiet Husmatt eine Sonderrolle ein. Es umfasst heute mit dem schützenswerten Hauptmann-Lack-Haus und dem Rickenbacherhof zwei Gebäude. Letzterer, an der Solothurnerstrasse gleich beim Kreisel am östlichen Dorfeingang gelegen, soll wegen seiner stark sanierungsbedürftigen Bausubstanz nach Ablauf der Mietverhältnisse einem Neubau weichen. Auf die konkrete Entwicklung dieses Gebiets freut sich der Gemeindepräsident enorm. Gemeinsam mit der Genossenschaft Migros Aare strebt der Gemeinderat eine Flächenaufwertung zu einem eigentlichen Dorfzentrum an. Aebi: «Die optimale Lage der Husmatt verspricht ein grosses Potenzial für eine zukunftsweisende Gestaltung.»

Das ehemalige Schulhaus ist heute ein schmuckes Gemeindehaus, in welchem Geschäftsleiter David Schenk und sein Team in Vollzeit und Teilzeit arbeiten.

Rickenbach soll leben, er wünscht sich einen noch regeren Austausch. Im Ort einkaufen, wohnen, ein Gewerbe betreiben, sich begegnen. So stellt Fabian Aebi sich das vor.

Sommerserie: Perspektivenwechsel
Ein Bild der Gemeinde aus der Vogelperspektive, vom Schulhaus, Gemeindehaus, der Kirche und vom Dorfbrunnen: Dies sind jeweils die Zutaten unserer diesjährigen Sommerserie im Anzeiger TGO, die wir am 16. Juli mit dem Beitrag über Kappel gestartet haben. Eine Woche später, am 23. Juli, war Trimbach an der Reihe und am 30. Juli das Aaregäu mit der Gemeinde Wolfwil. Der heutige vierte Beitrag der Serie widmet sich Rickenbach. 

Der Dorfbrunnen an der Mühlegasse 3 ist einer von verschiedenen historischen Bauten in Rickenbach. Er war Teil der früheren Wasserversorgung der Gemeinde. 

Text: NIK & Bild: ALA