An vier Abenden mit Premiere am 21. November lädt die Theatergesellschaft Niederbuchsiten zum vergnüglichen Dreiakter in die Mehrzweckhalle ein. Die Vorbereitungen für diese Produktion laufen längst auf Hochtouren. Auch im Bereich Licht und Ton.
Thomas, der langjährige Freund von Eva, ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Eva wird bei der Beerdigung bewusst, dass er ein echter Frauenheld war. Leider hat sie ihr gesamtes Vermögen in Thomas› Unternehmen investiert, ohne dies schriftlich zu dokumentieren. Ihr wird nun vorgeworfen, beim Unfall ein wenig nachgeholfen zu haben. Erbschleicher klopfen an die Tür. Als Geist erhält Thomas die Chance, alles wieder in Ordnung zu bringen. Dies der Plot für die Komödie «Wär gloubt scho a Geischter?».
«Das war ein echt lustiger Abend.» «Die Schauspieler haben super gespielt!», wird das Publikum nach einem gelungenen Abend am 21., 25., 27. oder 28. November der Theatergesellschaft Niederbuchsiten denken. Und sich an witzige Szenen, die rührenden Augenblicke oder an die unerwarteten Wendungen erinnern.
Damit das so wird, laufen die Vorbereitungen für die kommende Produktion seit Monaten auf Hochtouren. Hinter jedem dieser Theaterabende stecken ganz viele Leute, die man gar nicht sieht. Doch ohne sie würde das Ganze nicht so richtig laufen. So verwandelt der Bereich «Beleuchtung und Ton» ein einfaches Bühnenbild in eine lebendige Welt und ist dabei weit mehr als nur ein technisches Hilfsmittel. Ton und Licht erzählen Geschichten, lenken die Aufmerksamkeit des Publikums und wecken Emotionen.
Die unsichtbaren, wichtigen Erzähler
Schon während der Proben denken die Schauspieler, die Regisseurin, das Bühnenbau-Team und Albert von Arx, Experte für «Beleuchtung und Ton» in den Reihen der Theatergesellschaft, darüber nach, welche Atmosphäre in den einzelnen Szenen entstehen soll. Eine Lichtstimmung, die warm oder kühl ist, zieht den Blick auf sich und steigert Emotionen. Gleichzeitig erweitern Geräusche und Musik die Bühne über ihre sichtbaren Grenzen hinaus. Vogelgezwitscher, Donnergrollen oder passende Melodien lassen Orte und Situationen lebendig werden. Erst das Zusammenspiel von Licht, Ton und Schauspiel macht aus einer Bühne eine lebendige Welt und sorgt dafür, dass die Geschichte ihre volle Wirkung entfalten kann.
Wie beim Licht ist auch beim Ton Präzision entscheidend. Ein Geräusch, das eine Sekunde zu früh oder zu spät erklingt, verliert oft seine Wirkung. Albert von Arx bestätigt dies: «Das Entscheidende ist, den richtigen Ton zum exakt richtigen Zeitpunkt zu treffen, weder einige Sekunden vorher noch danach.» Darum werden alle Einspielungen genau geplant und während vieler Proben getestet. Seit August ist er immer dabei und übt die Szenen mit den Schauspielern ein.
Im Ablaufbuch ist alles festgehalten
Albert von Arx führt ein Ablaufbuch. Darin ist festgehalten, wann welcher Ton abgespielt wird, welcher Lichtwechsel erfolgt und welche Aktionen gleichzeitig auf der Bühne stattfinden. Während der Aufführung wird dieses Zusammenspiel laufend überwacht. «Zum Glück wurde noch nie eine Tonszene übersprungen», sagt er. Trotzdem wäre er dazu bereit: Er folgt dem Text Wort für Wort wie die Souffleusen, trotz ungünstiger Lichtverhältnisse. Und er kennt ihn wie seine Westentasche. Wird etwas übersprungen, so weiss er, was als Nächstes kommt, selbst wenn es auf der nächsten Seite ist.
Szenen, in denen Schauspiel, Licht und Ton perfekt ineinandergreifen müssen, sind besonders anspruchsvoll. Ein solcher magischer Theatermoment, der vom Publikum oft als selbstverständlich angesehen wird, entsteht, wenn etwa eine Tür zuschlägt, gleichzeitig das Licht erlischt und eine dramatische Musik einsetzt.
Das Publikum kann an den Theaterabenden selbst sehen und erleben, warum «Beleuchtung und Ton» so entscheidend sind. Bis zum Start kümmern sich die anderen Helferlein gerne darum, dass die berühmten Steaks oder der exquisite Tropfen serviert werden können.
Infos/Vorverkauf: www.tgn.ch